19.12.2021 11:21 |

Kinder unter Opfern

13 Tote bei Grenzstreit zwischen Maya-Dörfern

In Guatemala sind bei einem seit langer Zeit schwelenden Grenzstreit zwischen indigenen Dörfern im Westen des mittelamerikanischen Landes mindestens 13 Menschen getötet worden. Zu den Opfern zählen Frauen, Kinder und ein Polizist, teilte die Polizei am Samstag mit.

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Ein „halbverbrannter“ Lastwagen wurde am Tatort gefunden, ebenso wie ein Streifenwagen mit Einschusslöchern, der vermutlich angegriffen wurde. In dem Dorf Chiquix rund 160 Kilometer entfernt der Hauptstadt Guatemala-Stadt seien zwölf Personen und ein Polizist tot aufgefunden worden, hieß es. Zwei weitere Polizeibeamte seien verletzt worden.

Darüber, was genau passiert war, gab die Polizei zunächst keine Informationen bekannt. In einer Mitteilung ist die Rede von einem „inakzeptablen und unbegreiflichen Brudermord“. Die Zusammenstöße hätten am Freitag begonnen und einen Tag lang angedauert, hieß es.

Konflikt reicht schon ein Jahrhundert zurück
Der Ort führe einen Grenzstreit mit dem Nachbardorf Santa Catarina Ixtahuacan, erklärte die Polizei weiter. Die Indigenen-Gemeinschaften teilen sich etwa Wasservorkommen, die beide für sich beanspruchen. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Regierung wegen der gewalttätigen Auseinandersetzungen in den Dörfern bereits den Ausnahmezustand ausgerufen. Der Konflikt zwischen den beiden von indigenen Mayas bewohnten Gemeinden reicht ein Jahrhundert zurück.

Die Differenzen haben „das Leben vieler, vieler Dorfbewohner gefordert, die an der angeblichen Verteidigung ihres Landes beteiligt waren“, wie Präsident Alejandro Giammattei im Mai vergangenen Jahres über den Konflikt sagte. Seitdem wurde die Polizeipräsenz in den Gemeinden verstärkt.

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