26.11.2021 16:18 |

Corona-Alarm beim Golf

Nemecz in Südafrika: „Es geht drunter und drüber“

Golfer Lukas Nemecz will trotz der Corona-Warnung der EU für Südafrika in dem Land bleiben, um die Joburg Open zu Ende zu spielen. „Bei uns geht es drunter und drüber“, meldete sich der Steirer am Freitag aus Johannesburg. Beim ersten Turnier der neuen DP World Tour schaffte Nemecz den Cut, zahlreiche Spieler waren aber schon auf dem Weg zurück nach Europa. „Ich werde auf jeden Fall da bleiben, wenn gespielt wird“, sagte der 31-Jährige.

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Im Kampf gegen eine neue südafrikanische Coronavirus-Variante wappnen sich Österreich und die EU und stuften Südafrika, Lesotho, Botswana, Simbabwe, Mosambik, Namibia und Eswatini als Virusvariantengebiete ein. Einreisen aus diesen Ländern sind grundsätzlich untersagt, eine Novelle der Einreiseverordnung tritt in Österreich um Mitternacht in Kraft. Flüge aus dem südlichen Afrika sollen gekappt werden, schlug EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor. Rückkehrer aus den betroffenen Ländern müssen ungeachtet ihres Impfstatus strenge Quarantäne-Bedingungen erfüllen.

„Die ganzen Briten sind schon heimgeflogen oder sitzen am Flughafen fest“, berichtete Nemecz. Die britische Regierung hatte am Freitag aus Südafrika ankommende Flüge untersagt, um die Ausbreitung der als besonders gefährlich eingeschätzten neuen Virus-Variante einzudämmen. Auch Tour-Sprecher Steve Todd bestätigte den Rückzug einiger Profis. Laut der Nachrichtenagentur Reuters haben sich insgesamt 19 Golfer aus Großbritannien, Irland, Dänemark und Deutschland aus dem Bewerb zurückgezogen.

„Absolut keine Ahnung“
Die neue Variante bietet für die Wissenschaft Anlass zu großer Sorge. Sie könnte die bisher gefährliche Weiterentwicklung des Virus sein und die Effizienz der Impfung deutlich abschwächen. „Wir haben absolut keine Ahnung, was da abgeht. Stand jetzt ist, Joburg Open soll fertig gespielt werden“, erklärte Nemecz. Wie es danach weitergeht - zwei weitere Turniere in Südafrika stehen auf dem Programm - werde noch beraten.

Den zweiten Turniertag schloss der Österreicher mit einer 68er-Runde (3 unter Par) ab und machte damit im Klassement einen gewaltigen Sprung nach vorne. Insgesamt hält er nun bei 142 Schlägen und befindet sich damit genau auf Par. Nemecz hat sich auf der bisherigen European Tour nach 2016 erstmals wieder die Spielberechtigung erkämpft. Die Joburg Open sind mit einer Million Euro dotiert.

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