24.11.2021 13:24 |

Steirischer Tourismus

Auf Horror-Winter folgte ein Sommer der Rekorde

So viele Nächtigungen wie nie zuvor gab es in dieser Sommersaison im steirischen Tourismus, das Ergebnis des Vor-Corona-Jahres 2019 wurde um knapp einen Prozent übertroffen. Doch nicht alles glänzt: Das gesamte Tourismusjahr (November 2020 bis Oktober 2021) brachte aufgrund des vergangenen Winters ein gehöriges Minus. Und der neuerliche Lockdown sorgt abermals für viele Ungewissheiten.

Der Juli? Ein Rekordmonat. Der August? Ein Rekordmonat. September und Oktober ebenso. Zuletzt kannte die Kurve bei Steiermark Tourismus nur eine Richtung: steil nach oben! Das ist nun mit der dramatischen Corona-Lage und dem Lockdown samt für Touristen geschlossenen Hotels vorbei.

In solch düsteren Zeiten kann ein Blick in die jüngere Vergangenheit das touristische Herz erwärmen: Am Mittwoch wurde die Bilanz für die Sommersaison 2021 (Mai bis Oktober) gezogen. 7.414.700 Nächtigungen sind im Vergleich zu 2020 ein Plus von 16 Prozent und zum bisherigen Rekordjahr 2019 ein kleines Plus von 0,8 Prozent. Die Zahl der Ankünfte lag bei 2.349.400 - das ist zwar ein deutliches Plus von 18 Prozent zu 2020, gegenüber 2019 aber doch ein Minus von 6,4 Prozent.

Fakten

  • Der Oktober 2021 brachte 349.700 Gäste (ein Plus von 31 Prozent zu 2020 und von sechs Prozent zu 2019) sowie 982.800 Übernachtungen (ein Plus von 24 Prozent zu 2020 und zu 12 Prozent zu 2019).
  • Im gesamten Tourismusjahr 2021 gab es bei den Nächtigungen (8.293.000) einen Rückgang um 2,97 Millionen gegenüber 2020 und sogar von 4,94 Millionen im Vergleich zu 2019! Die Zahl der Ankünfte sank auf 2.509.700 Gäste - das sind mehr als 900.000 weniger als 2020.

Steirische und deutsche Gäste an der Spitze
Österreichische Gäste waren mit 1,66 Millionen gegenüber ausländischen Urlaubern (690.000) deutlich in der Überzahl. Das Bundesländer-Ranking führt die Steiermark selbst vor Niederösterreich und Wien an, international sind die deutschen Gäste deutlich führend vor den Niederländern, Tschechen und Polen. Die nächtigungsstärkste Erlebnisregion der Steiermark war Schladming-Dachstein mit 1.764.452 Nächtigungen vor dem Thermen- und Vulkanland sowie der Region Graz. Diese verzeichnete nach dem Horrorjahr 2020 die größten Zuwächse.

Winter war ein Totalausfall
Getrübter ist die Bilanz des gesamten Tourismusjahres, nachdem der vergangenen Winter von einem langen Lockdown geprägt und quasi ein Totalausfall war. Sowohl bei den Gästen als auch bei den Übernachtungen gab es jeweils ein sattes Minus von 26 Prozent. „Einen monatelangen Stillstand wie in der vergangenen Saison können wir uns nicht noch einmal leisten. Deshalb gilt es in den kommenden Wochen die Corona-Infektionszahlen in den Griff zu bekommen, damit unserer Betriebe ehest möglich wieder öffnen können“, so Tourismuslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl.

Sorgenvoller Blick über die Grenze
Doch nicht nur die Lage in Österreich bereitet Sorgen. Der internationale Gästemix zeige, „wie sorgenvoll wir derzeit auf die Corona-Entwicklungen in unseren Herkunftsländern schauen“, sagt Steiermark-Tourismus-Geschäftsführer Erich Neuhold. „Wir hoffen, dass steirische Gastgeber in diesem Winter zeigen können, dass ein Winterurlaub für die Gäste sicher stattfinden kann.“

Jakob Traby
Jakob Traby
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