09.11.2021 15:58 |

Rechenzentrum-Chips

Mega-Deal mit Meta: AMD-Aktie schnellt nach oben

Der US-Chipkonzern AMD versetzt Aktionäre mit einem Mega-Deal in Jubelstimmung: Er soll in den kommenden Jahren der Hauptlieferant von Prozessoren für die Rechenzentren des aus Facebook hervorgegangenen Meta-Konzerns sein. Summen wurden nicht genannt, an der Börse sprang der Kurs der AMD-Aktie aber prompt um 10 Prozent nach oben.

Der kleinere Rivale des CPU-Platzhirschen Intel hat sich in den letzten Jahren mit seinen Ryzen-Prozessoren und als Lieferant der Hauptprozessoren von PlayStation- und Xbox-Spielkonsolen stark entwickelt und mit seinen Epyc-Prozessoren auch in Rechenzentren Verbreitung gefunden. Einen so großen Fisch wie Meta hat AMD aber seit Jahren nicht an Land gezogen.

Meta kauft massenhaft Epyc-Prozessoren
Wie AMD-Chefin Lisa Su bei einem Event der AMD-Serversparte enthüllte, wird der jüngst auf Meta umgetaufte Facebook-Konzern seine Datenzentren mit Epyc-Prozessoren der 3. Generation ausstatten. Es soll sich um eine modifizierte Variante des Serverprozessors handeln, der speziell für die Bedürfnisse der Meta-Datenzentren angepasst wurde, berichtet „WinFuture“.

Der Großauftrag könnte AMD helfen, seine Marktanteile im Serverbereich auszubauen und damit vor allem dem zuletzt wieder erstarkten größeren Erzrivalen Intel weiter die Stirn zu bieten. Der Deal dürfte aber auch Wirkung auf die Chipbranche insgesamt haben und AMD einen gewissen Vorteil bei Verhandlungen mit anderen Großabnehmern verschaffen.

Aktie hüpfte um 10 Prozent nach oben
Die Aktionäre des Chipkonzerns reagierten euphorisch. Die AMD-Aktie schnellte nach Bekanntgabe des Mega-Deals mit Meta um ein Zehntel nach oben und setzt damit einen seit einigen Jahren andauernden Höhenflug fort. Seit Einführung der Ryzen- und Epyc-Prozessoren im Frühling 2017 hat sich der Wert von AMD-Aktien mehr als verzehnfacht.

Meta entstand durch die Umbenennung des Facebook-Konzerns, der in den letzten Jahren wegen Datenskandalen, fragwürdigen Interna, Fake-News und Propaganda in die Kritik geraten war. Die Umbenennung dient wohl einerseits der Imagekorrektur, andererseits verweist der Name auf das „Metaverse“ - die neueste Idee von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, bei der es sich um eine Art soziales Virtual-Reality-Netzwerk handeln soll.

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