i5 deklassiert AMD

Intel meldet sich mit Core-i-12000 stark zurück

Digital
06.11.2021 06:01

Seit fünf Jahren ist der US-Chipgigant Intel seinem Erzrivalen AMD bei PC-Prozessoren hinterhergelaufen, jetzt meldet er sich eindrucksvoll zurück. Mit der Prozessorgeneration „Alder Lake“ und den Chips der Core-i-12000-Generation setzt man sich nach langer Aufholjagd wieder vor den kleineren Konkurrenten. Erste Tester der neuen Intel-Prozessoren sind baff: Der neue Core i5 schlägt den Rivalen Ryzen 5 deutlich.

Das berichtet unter anderem das IT-Portal „PC World“, das Intels neuen Core i5-12600K um rund 330 Euro sowie den neuen Core i9-12900K um rund 700 Euro gegen die ähnlich bepreisten AMD-Gegenspieler Ryzen 5 5600X sowie Ryzen 9 5950X antreten ließen.

Intels neue Core-i-Prozessoren verfügen wie Smartphone-Chips über Stromspar- und Hochleistungs-Rechenkerne. (Bild: Intel)
Intels neue Core-i-Prozessoren verfügen wie Smartphone-Chips über Stromspar- und Hochleistungs-Rechenkerne.

i5-12600K ist neuer König der Mittelklasse
Intels i5-Prozessor mit 10 Kernen, bis zu 16 simultanen Rechenoperationen und neuer, Smartphone-Chips entlehnter, Hybridarchitektur kann sich in manch einem Test um mehr als 50 Prozent vom gleich teuren AMD-Rivalen absetzen, bei so gut wie jedem Benchmark ist der Vorsprung im deutlich spürbaren zweistelligen Prozentbereich. Fazit: Der Core i5-12600K ist der neue König der Mittelklasse - auch, wenn mit der deutlich höheren Leistung auch ein höherer Stromverbrauch einhergeht.

Intels 700-Euro-Prozessor schneidet in den Tests nicht minder exzellent ab, liefert sich mit seinen 16 Kernen und 24 parallelen Rechenoperationen in vielen Bereichen ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit AMDs Ryzen 9, der mit seinen 16 Kernen sogar bis zu 32 simultane Aufgaben erledigen kann. Er schlägt den potenten Workstation-Prozessor von AMD in einigen Benchmark-Vergleichstests sogar deutlich. Auch hier geht das mit hoher Leistungsaufnahme einher: Intels neuer High-End-Chip kann 240 Watt aus dem Netzteil saugen, misst das deutsche IT-Portal „Heise“.

Tricks aus der Smartphone-Welt übernommen
Dass Intel nach jahrelangem Aufholkampf nun besonders in der Mittelklasse so deutlich an AMD vorbeizieht, ist einem tiefen Griff in die Prozessor-Trickkiste geschuldet. Der ist auch nötig, immerhin werden AMDs Ryzen-Prozessoren im feinen 7-Nanometer-Verfahren gefertigt, Intel fertigt in einem gröberen 10-Nanometer-Prozess.

Allerdings hat der Chipriese tief in die Trickkiste gegriffen, seinen Chips ein von Smartphone-Prozessoren entlehntes Konzept mit stärkeren und sparsameren Kernen spendiert, erstmals DDR5-Arbeitsspeicher unterstützt und große Bemühungen in die Betriebs-Software gesteckt, die dafür sorgt, dass die vielen Rechenkerne gleichmäßig ausgelastet werden.

Insgesamt kann sich Intel mit seinen Chips der „Alder Lake“-Generation also wieder vor die Konkurrenz setzen, Rivale AMD schläft aber natürlich nicht und arbeitet längst an der nächsten Ryzen-Generation. Die soll schon Anfang 2022 erscheinen und laut Golem.de dank verbessertem Pufferspeicher ebenfalls einen Leistungssprung von bis zu 25 Prozent erzielen.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

(Bild: krone.at)
(Bild: krone.at)
Kreuzworträtsel (Bild: krone.at)
(Bild: krone.at)



Kostenlose Spiele