21.10.2021 12:00 |

Innsbruck und Lienz

Die Schüler legen sich beim Umweltschutz ins Zeug!

Von Müll einsammeln bis zum Tomaten anpflanzen: Für keine Generation ist Nachhaltigkeit wohl so ein großes Thema, wie für die derzeitigen Schüler. Kein Wunder, es geht immerhin um ihre Zukunft. Die blanke Theorie ist ihnen aber zu wenig, sie wollen auch etwas tun. So wie beispielsweise diesen Dienstag, als rund 100 Schüler Abfall einsammeln gingen - in ihrer Freizeit, wohl gemerkt.

Was machen Jugendliche an einem schönen Herbstnachmittag in ihrer Freizeit? Genau, sie gehen Müll einsammeln. Im Rahmen der diesjährigen Aktionstage haben sich Schüler der Innsbrucker BHAK/BHAS Gedanken darüber gemacht, wie sie nachhaltig sein können. Ein gelungenes Projekt haben sie erst kürzlich umgesetzt. Rund 100 Schüler waren in ihrer Freizeit unterwegs, um in den Stadtteilen rund um die Handelsakademie weggeworfene Abfälle einzusammeln. Denn, es ist zwar mitten in einer Klimakatastrophe kaum zu glauben, aber es gibt immer noch Menschen, die ihren Müll einfach auf die Straße werfen. Ausgestattet mit Säcken und Zangen, zur Verfügung gestellt von der IKB, strömten die fleißigen Umweltschützer aus und machten leider auch reichlich Beute.

An der BHAK Innsbruck selbst gilt das Motto „Abfälle sind Wertstoffe“. Auch digital denken die Schüler umweltfreundlich: So ist die Standardsuchmaschine auf den internen Schulcomputer nun „Ecosia“. Dort werden nämlich für Suchanfragen Bäume gepflanzt.

Vom Saatgut zur Tomate
Das Thema Nachhaltigkeit steht auch bei der Mittelschule Egger-Lienz in Lienz ganz oben. So etwa auch im Biologieunterricht, wo sich Schüler der ersten Klasse mit ihrer Lehrerin und Experten an das „Abenteuer Tomate“ heranwagten. Im Fokus stand der Kreislauf der Pflanze und möglichst sparsam mit den vorhandenen Rohstoffen umzugehen.

Die Kinder begleiteten ihre Paradeiser vom Anbau bis zur Ernte. „Es wurden Tomaten ausgesät, die kleinen Pflänzchen sorgfältig gepflegt, umgetopft und schließlich über den Sommer von den Schülerinnen und Schülern zu Hause gepflegt“, erklärt Direktorin Gabriele Schwab. Die Erde und der Dünger stammen aus Osttirol – passend zur Nachhaltigkeit eben. Einzig das Saatgut kam nicht aus der Region.

Vergangene Woche erhielten die Schüler schließlich einen Einblick in die Welt der Tomaten und die Anbau-Technik. Die Biologin Brigitte Vogl-Lukasser, prämierte Saatgutexpertin, erklärte, wo die Unterschiede der jeweiligen Sorten liegen und deren Besonderheiten. Zudem gab die Expertin einige Tipps und Tricks preis, wie auch die nächste Vermehrung der Nachtschattengewächse gelingt.

Martin Oberbichler
Martin Oberbichler
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