20.10.2021 16:00 |

Saalfelden

Nordisches Zentrum wird um ein Drittel teurer

Am 26. Juli fand der Spatenstich für das Nordische Zentrum Saalfelden statt. Das Vorhaben umfasst eine Sanierung und Erweiterung der Sprungschanzenanlage Uttenhofen und des Langlaufzentrums am Ritzensee. Die ursprüngliche Kostenschätzung betrug rund 4 Mio. Euro. Die Kosten für das Projekt teilen sich Bund, Land, Gemeinde und Tourismusverband. Wie die Gemeinde nun wissen lässt, hält der Kostenplan aber nicht. Man rechnet mit rund 1,4 Millionen Mehrkosten.

Seit August wird auf der Sprungschanzenanlage Uttenhofen gebaut. Bei der K30-Schanze wurden der Tisch saniert und eine neue Anlaufspur für den Sommer- und Winterbetrieb errichtet. Bei der K60-Schanze wurden der Tisch saniert und ein Trainerturm errichtet. In den nächsten Wochen wird die Anlaufspur der K60-Schanze erneuert. Somit stehen diese Schanzen den Nachwuchsspringern bereits im Winter zur Verfügung.

Bauarbeiten bis 2024 abgeschlossen
Im kommenden Jahr steht die Sanierung der K85-Schanze an, für die es derzeit kein gültiges FISZertifikat gibt. Bis 2024 sollen die Baumaßnahmen auf der Schanzenanlage Uttenhofen und beim Langlaufzentrum Ritzensee abgeschlossen sein. Zusätzlich zum Planungsauftrag hat die Stadtgemeinde Saalfelden einen Auftrag für die örtliche Bauaufsicht (ÖBA) an ein technisches Büro aus Tirol vergeben. Ein externes Controlling sozusagen. Dieses Büro wurde beauftragt, die - bereits vor drei Jahren angefertigte - Kostenschätzung auf ihre Plausibilität zu überprüfen und an die stark gestiegenen Baustoffpreise anzupassen.

Das Ergebnis dieser Kalkulation liegt nun vor. "Die aktuelle Kostenschätzung übersteigt die ursprünglichen Projektkosten von rund 4 Mio. Euro wesentlich", berichtet Bürgermeister Erich Rohrmoser. "Diese Entwicklung hat mehrere Gründe. Hauptgrund ist der eklatante Anstieg bei den Rohstoff- und Baustoffpreisen. Es gibt auch Kostensteigerungen bei der für die Bauarbeiten erforderlichen Zufahrtsstraße zur Schanzenanlage. Aufgrund einer starken Durchnässung des Hanges sind viele Steinsätze und Drainagen erforderlich. Eine so aufwändige Hangsicherung war nach ursprünglicher Einschätzung von Fachleuchten nicht vorgesehen."

Bund und Land sind bereits informiert
Aufgrund dieser Situation hat die Stadtgemeinde als Bauherrin das Projekt nun überarbeitet und redimensioniert. "Wir haben uns mit den Planern und Nutzern zusammengesetzt und Einsparungspotenziale definiert. Es wurden zum Beispiel Mannschafts- und Lagerräume verkleinert und gewisse Anlagenteile gestrichen." Trotz der Einsparungen bleibt eine Kostensteigerung von 35 %. "Wir haben Bund und Land über diese Entwicklung informiert", berichtet Vizebürgermeister und Sportstadtrat Thomas Haslinger. "Der Bürgermeister und ich haben positive Signale erhalten, dass sich die Finanzierungspartner an den Mehrkosten beteiligen werden. Eine detaillierte Aufteilung der neuen Gesamtkosten wird in den nächsten Wochen ausverhandelt."

 Salzburg-Krone
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