Tipps für den Notfall

Wiener sind „nicht auf Blackout vorbereitet“

Österreich
17.10.2021 19:00

Es ist finster, die Heizung wird kalt. Der nächste Stromausfall kommt bestimmt: Doch die Wiener sind schlecht gerüstet.

Zweimal bekamen wir alleine in dieser Woche schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was im schlimmsten Falle drohen könnte – ein totales Blackout. Während im burgenländischen Rust Montagabend in großen Teilen der Stadt der Strom ausfiel, betraf es am Donnerstag in Wien lediglich einen überschaubaren Bereich rund um die berühmte Ringstraße.

Und doch: Im Verteidigungsministerium wird die Wahrscheinlichkeit als „sehr hoch“ eingeschätzt, dass es in nicht allzu ferner Zukunft auch zu einem flächendeckenden und länger andauernden Total-Ausfall kommen könnte. Beim kleinen Blackout von Wien war der Schaden ja bereits nach rund einer Stunde behoben. Aber was tun, wenn man wartet, doch die Dunkelheit hält an, die Heizung bleibt länger als befürchtet kalt?

Nur ein kleiner Teil ist auf Ernstfall vorbereitet
Eine „Krone“-Umfrage auf den Straßen der Hauptstadt beförderte jedenfalls Bedenkliches zutage: Nur ein kleiner Teil der Städter scheint tatsächlich gut auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Von den meisten Befragten war zu hören, dass sie sich (bisher) keinerlei Gedanken zu der Thematik gemacht haben. Sonderlich beunruhigt scheint keiner, man vertraue stattdessen auf die Energieversorger.

So würde sich Seniorin Maria W. (68) „eine Weste anziehen und aussitzen, bis die Heizung wieder anspringt.“ Ähnlich wie Maria W. geht es vielen. Zwar verfügt ein beträchtlicher Teil der Befragten über einen gewissen Vorrat an Lebensmitteln, für die vom Zivilschutzverband empfohlenen zwei Wochen reicht die Ration aber längst nicht.

Eva A. (55) (Bild: Martin Jöchl)
Eva A. (55)
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Für den Fall der Fälle bin ich eigentlich gut gerüstet. Einzig wenn die Heizung ausfallen sollte, würde das Probleme verursachen.

Eva A.

Wolfgang F. (34) (Bild: Martin Jöchl)
Wolfgang F. (34)
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Ich habe mir noch nicht allzu viele Gedanken gemacht, fürchte mich nicht. Gut vorbereitet wäre ich allerdings auch nicht.

Wolfgang F. (34)

Anna P. (27) (Bild: Martin Jöchl)
Anna P. (27)
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Für mich ist ein Blackout bisher noch kein Thema gewesen. Da ich Mama bin, habe ich aber sowieso von allem etwas mehr zu Hause.

Anna P. (27)

Maria W. (68) (Bild: Martin Jöchl)
Maria W. (68)
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Wenn der Strom ausfallen sollte und es kälter ist, kann man sich ein wenig wärmer anziehen. Notfalls wäre ich mit Lebensmitteln für zwei Wochen versorgt.

Maria W. (68)

Christina S. (58) (Bild: Martin Jöchl)
Christina S. (58)
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Da ich bei einem Wiener Energieversorger arbeite, weiß ich recht genau, was man für den Fall eines Stromausfalles zu Hause vorrätig haben sollte.

Christina S. (58)

Bernhard T. (65) (Bild: Martin Jöchl)
Bernhard T. (65)
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Vorbereitet bin ich sehr gut, nur ein Notstromaggregat fehlt mir noch. Konserven, eine eigene Wasserquelle und ein Holzofen erleichtern die Unabhängigkeit.

Bernhard T. (65)

So sind Sie bestens für den Notfall gerüstet
Ausreichend Wasser (in Trinkflaschen) sowie haltbare, kohlenhydratreiche Nahrungsmittel wie etwa Nudeln, Hülsenfrüchte, Brot, Konserven, Zucker, Honig und getrocknetes Fleisch bilden das Grundgerüst für jeden Notfall. Darüber hinaus sollte auch auf eine Kochmöglichkeit wie einen Gaskocher nicht vergessen werden.

Neben Batterien, Kerzen, Erste-Hilfe-Koffer und Hygieneartikeln gilt es auch, für den Nachwuchs oder das Haustier genug daheim zu haben. Denn eines ist klar: Niemand kann sagen, wann und wo es tatsächlich zu einem Blackout kommt.

Stefan Steinkogler und Hannah Neudeck

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