15.10.2021 14:00 |

Schweinestau

GB: Notfall-Visa für 800 ausländische Schlachter

Neben dem Mangel an Lkw-Fahrern inklusive Treibstoff-Krise setzt nun Großbritannien zunehmend ein Engpass bei Arbeitern auf Schlachthöfen zu. Aus diesem Grund will die Regierung in London nun vorübergehende Arbeitsvisa ausstellen. Die bis zu 800 vorgesehenen Fachkräfte sollen sechs Monate lang im Land bleiben dürfen.

Britische Schweinebauern warnen, dass rund 120.000 gesunde Tiere auf den Höfen getötet und in den Müll geworfen werden müssten, wenn sich die Situation nicht entspannt. Den Schlachthöfen fehlt es an Beschäftigten, die Höfe haben nicht genügend Platz. Ein Grund für den Schlachtermangel ist, dass die strengen Brexit-Einwanderungsregeln den Zuzug von Fachkräften aus der EU hemmen. Das wirkt sich auch auf andere Branchen aus, vor allem Lastwagenfahrer sind rar.

Suche nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten für Schweine
Die Regierung will nun zudem eine Schlachtabgabe aussetzen sowie zusätzliche Unterbringungsmöglichkeiten für schlachtreife Schweine fördern. Zugleich betonte die Regierung, sie erwarte, dass die Schweinefleischbranche bessere Ausbildung und Karrierechancen sowie Gehaltserhöhungen biete, um mehr einheimische Arbeitskräfte anzulocken.

„Temporäre Visa sind keine langfristige Lösung, und Unternehmen müssen langfristig in die einheimischen Arbeitskräfte des Vereinigten Königreichs investieren, um eine hochbezahlte und hochqualifizierte Wirtschaft aufzubauen, anstatt sich auf ausländische Arbeitskräfte zu verlassen“, hieß es.

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