08.10.2021 17:00 |

Eva Maria Gintsberg

Schauspielerin, die als Autorin ein Zuhause fand

Man kennt die Schauspielerin Eva Maria Gintsberg aus Filmen und TV-Serien. Sei es in der Rolle einer „Femme fatale“, oder in der einer alten Bergbäuerin. Nach ihrem 2018 abgeschlossenen Germanistikstudium hat sie das Schreiben zu ihrem Lebensmittelpunkt erkoren, wie sie der „Tiroler Krone“ beim Treffen erzählte.

Die Topfpalmen im Gastgarten des Cafés Elephant lassen ob des Nieselregens und des kühlen Windes traurig ihre Köpfe hängen und die wenigen vormittäglichen Passanten am Kufsteiner Arkadenplatz eilen raschen Schrittes mit gesenkten Köpfen an ihnen vorbei.

Auf dem Weg der Veränderung
Mit einem Wollschal und einer warmen schwarzen Jacke kommt pünktlich, wie Tags zuvor ausgemacht, Eva Maria Gintsberg um die Ecke und gibt diesem düsteren Tag durch das sommerliche Strahlen in ihrem Gesicht vom ersten Moment an Freude und dazu gute Laune. Es hat sich in letzter Zeit viel getan bei der aus Theater, Film und Fernsehen bekannten, 1966 in St. Johann geborenen und mit ihrer Familie in Scheffau lebenden, Mimin. Seit nunmehr 35 Jahren ist die zarte und so wandelbare Frau ein schwer wegzudenkender Teil des Films im gesamten deutschsprachigen Raum.

Corona brachte den ersten Roman
Aber eigentlich wollte sie als junge Frau Literaturwissenschaft studieren. Durch Umwege kam es aber nicht dazu und sie wurde Schauspielerin. „Vor einigen Jahren habe ich das aber nachgeholt und Germanistik studiert. Über das Schreiben wissenschaftlicher Arbeiten kam ich schließlich zum literarischen Schreiben“, sagt sie der „Tiroler Krone“. 2020 erschien die Erzählung „Die Reise“ im kleinen, aber sehr feinen Verlag „Edition Himmel“, welcher von ihrem Mann, dem Grafiker Kurt Höretzeder und dem Fotografen Thomas Schrott, gegründet wurde.

Corona sorgte natürlich auch bei Eva Maria Gintsberg für Stagnation in ihrer ursprünglich angestammten Passion, der Schauspielerei. Gintsberg konnte diese Zeit aber mehr als gut nutzen, da sie ihren ersten Roman „Herr Klein“ verfasste, welcher vergangenen Monat wiederum im Verlag ihres Mannes erschienen ist. Voll des Lobes über dieses Werk ist auch Tirols Parade-Autor Felix Mitterer, welcher folgende anerkennende Worte dazu findet: „Eva Maria Gintsberg ist eine Zauberin - und zauberisch ist daher ihre Literatur.“

Zukünftig das Schreiben mehr im Mittelpunkt
Darauf angesprochen, welche kommenden Pläne sie in sich trägt, lässt sie durchblicken, dass die Schriftstellerei mehr als alles andere an Bedeutung und Gewichtung gewonnen hat. „Ich habe das Gefühl, dass ich beim Schreiben zuhause bin“, lässt sich die Schriftstellerin in ihre Seele blicken. Ein weiterer Roman ist aktuell im Entstehen und ein Theaterstück für zwei Personen mit dem Titel „Am Ende einer Nacht“ wartet auf seine Uraufführung. 

Hubert Berger
Hubert Berger
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