07.10.2021 06:01 |

Plastik- & Dosenpfand

Jubel bei Global 2000: „Die Natur kann aufatmen!“

Monatelang war gerungen und gefeilscht worden, nun setzten sich Umweltschützer durch: Das Pfand auf Plastikflaschen und Dosen ist - wie die „Krone“ berichtete - fix. Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) konnte sogar die Wirtschaftskammer überzeugen. Auch alle Supermarktketten ziehen mit.

Erstmals im Mai 2019 hatte Global 2000 die Einführung eines Pfandsystems für Einweggebinde gefordert. Jetzt war die von der „Krone“ unterstützte Kampagne von Erfolg gekrönt. Dieser hatte sich durch den Schulterschluss der drei Handelsbosse Marcel Haraszti (Rewe), Horst Leitner (Hofer) und Alessandro Wolf (Lidl) abgezeichnet. Spar, das sich des größten Mehrweg-Getränkesortiments im Lebensmittelhandel rühmt, hatte das Einweg-Pfandsystem zunächst als für Konsumenten „teuer und unpraktisch“ abgelehnt, man werde es aber „selbstverständlich bestens“ umsetzen.

„Die Natur kann aufatmen!“
Uneingeschränkter Jubel herrscht allerdings bei Global 2000: „Die Natur kann aufatmen!“ Bis es so weit ist, wird allerdings noch viel Plastik im Müll landen. Denn als Zeitrahmen wird seitens des Ministeriums „spätestens 2025“ genannt. Greenpeace verlangt, dass das neue Öko-System schon viel früher kommen müsse. Bis dahin sollten in den Supermärkten überall neue Automaten zum Einwurf der Plastikflaschen stehen.

Die Höhe des Pfandes wird mit 20 bis 30 Cent beziffert. Diese muss der Konsument zunächst beim Kauf bezahlen, bekommt die Summe nach Rückgabe der leeren Gebinde aber wieder retour.

Weiters erfreulich für die Umwelt: Bisher konnte man bei den Diskontern Hofer, Lidl oder Penny auch keine Glasflaschen zurückgeben. Das wird sich nun ändern. Im neuen Abfallwirtschaftsgesetz (von Gewessler federführend ausverhandelt) ist auch ein Verbot bestimmter Einwegplastikprodukte enthalten.

Mark Perry
Mark Perry
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