Auf ekelhafte Weise machte sich ein rumänischer Bettler an zwei Schülerinnen (acht und zwölf Jahre alt) heran: Er sprach sie auf offener Straße in Salzburg an, küsste sie, griff ihnen in den Schritt und schleckte einem Kind sogar über das Gesicht. Dafür bekam er im Landesgericht nun eine Gefängnisstrafe.
„Sie ist ängstlicher geworden, gerade gegenüber älteren Personen mit Krücken oder einem Rollator“, berichtet die tränenverschmierte Mutter eines der beiden Opfer im Landesgericht Salzburg. Und das Mädchen hat Albträume. Weil der angeklagte Bettler das Kind Ende Juni schwer missbrauchte, wirft Staatsanwalt Roland Finster dem 67-Jährigen vor.
Angeklagter gab Vorwürfe teilweise zu
Der kam selbst im Trainings-Outfit und mit Rollator aus der U-Haft zum Prozess und gab die Vorwürfe in großen Teilen mit einem kurzen „Ja“ zu. Am 21. Juni hatte er sein erstes Opfer bei einem Supermarkt getroffen: Das Kind war acht Jahre alt. Er packte es am Arm, zog es zu sich, gab ihr einen Kuss auf die Wange und griff ihr zwischen die Beine. Das Mädchen lief davon.
Zwei Tage später folgte der nächste Vorfall, diesmal bei einer Bushaltestelle: Laut dem Staatsanwalt hat er die Zwölfjährige an der Schultasche zu sich gezogen, sie über den Mund und über die Zahnspange abgeschleckt und sie auch im Intimbereich berührt. Dabei soll er sie sogar nach sexuellen Handlungen „für ein paar Euro“ gefragt haben.
Acht Monate muss er unbedingt absitzen
Letzteres aber bestritt der bislang unbescholtene Angeklagte. Jedoch zeigte er sich durchaus willig, Schmerzengeld zu zahlen, sobald er aus dem Gefängnis kommt - jeweils 2000 Euro sprach das Gericht den Opfern zu. Richterin Anna Sophia Geisselhofer sprach den Rumänen schuldig und verkündete zwei Jahre teilbedingte Haft, acht davon muss er unbedingt absitzen. Das Urteil nahm der Angeklagte an, es ist daher rechtskräftig.
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