06.09.2021 12:37 |

War Merkel-Berater

Deutscher Botschafter in China (54) verstorben

Der deutsche Botschafter in China, Jan Hecker, ist unerwartet gestorben. „Mit tiefer Trauer und Bestürzung haben wir vom plötzlichen Tod des deutschen Botschafters in China erfahren“, teilte das Auswärtige Amt in Berlin auf seiner Website mit. Der 54-Jährige hatte erst Ende August sein Diplomatenamt in Peking angetreten. Zuvor war der Jurist außen- und sicherheitspolitischer Berater von Deutschlands Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Pekings Außenministerium sprach der Familie sein Beileid aus. „Wir sind geschockt, von dem plötzlichen Tod von Botschafter Jan Hecker zu erfahren“, sagte Sprecher Wang Wenbin am Montag vor der Presse. Er habe seit seinem Amtsantritt Ende August aktiv daran gearbeitet, die Beziehungen zwischen beiden Ländern voranzubringen.

Todesursache derzeit noch völlig unklar
Die Todesursache Heckers blieb zunächst unklar. Der gebürtige Kieler war verheiratet und hinterlässt drei Kinder. Hecker hatte im August nach der Ankunft in Peking mit seiner Familie zunächst die in China übliche Quarantäne wegen der Corona-Pandemie durchlaufen.

Zuvor war er im Bundeskanzleramt seit 2017 Leiter der Abteilung Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik gewesen und damit ein enger Vertrauter der Kanzlerin. Von 2011 bis 2015 war der Rechts-und Politikwissenschafter als Richter am deutschen Verwaltungsgericht tätig, nachdem er von 1999 bis 2011 im Innenministerium gearbeitet hatte.

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