26.08.2021 07:54 |

12- bis 15-Jährige

Briten wollen Schüler ohne Okay der Eltern impfen

Die britische Gesundheitsbehörde NHS erwägt offenbar, Kinder im Alter von zwölf bis 15 Jahren ohne Einverständnis der Eltern in den Schulen zu impfen. Das berichtete am Donnerstag die Tageszeitung „The Telegraph“. Demnach seien die regionalen NHS-Dienststellen angewiesen, sich auf die „mögliche Einführung eines Impfprogramms für Zwölf- bis 15-jährige gesunde Kinder ab dem 6. September“ vorzubereiten, so das Blatt.

Der „Telegraph“ beruft sich dabei laut eigenen Angaben auf E-Mails der Gesundheitsbehörde National Health Service. Laut Angaben von NHS-Mitarbeitern, die anonym bleiben wollten, benötigen die Kinder, die im Rahmen des Impfprogramms an den Schulen geimpft werden, keine Zustimmung ihrer Eltern.

Experten empfahlen Impfung für 16- und 17-Jährige
Bereits Anfang August hatte das Joint Committee on Vaccination and Immunisation (JCVI), das britische Pendant zum Nationalen Impfgremium in Österreich, empfohlen, 16- und 17-jährige Briten zunächst mit einer Dosis des Biontech/Pfizer-Vakzins gegen das Coronavirus zu impfen. Zuvor war die Impfung gegen Covid-19 nur für Jugendliche mit Vorerkrankungen angeraten worden.

Angesichts noch immer hoher Corona-Fallzahlen auf der Insel hatten Wissenschaftler die Regierung in London davor gewarnt, bei Kindern und Jugendlichen auf eine Strategie der natürlichen Durchseuchung zu setzen. Insbesondere nach den Sommerferien wird mit einem neuerlichen Anstieg der Fallzahlen gerechnet.

Auch Frankreich plant Impfkampagne für Schüler
Eine große Impfkampagne für seine Schüler plant auch Frankreich. Am Mittwoch legten Bildungsminister Jean-Michel Blanquer und Gesundheitsminister Olivier Véran einen Plan vor, der vorsieht, nach den Sommerferien in Gymnasien und Gesamtschulen so viele Schüler so schnell wie möglich zu impfen. Alle Kinder ab zwölf Jahren sollten spätestens zu Unterrichtsbeginn Anfang September ein Impfangebot erhalten.

Der Wettlauf gegen den Erreger SARS-CoV-2 solle vor allem in Vierteln mit einer niedrigen Impfquote vorangetrieben werden. Dabei gehe es auch um soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit angesichts der Pandemie, hieß es seitens der Minister.

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