Doppler/Horst:

„Die Emotionen nehmen wir mit in unser Grab!“

Beachvolleyball
13.08.2021 06:15

Aus, vorbei: Nach zehn Jahren beendeten Clemens Doppler und Alex Horst gestern die gemeinsame Karriere. Zum Abschluss gab es bei der EM in Wien zwei Niederlagen Fans feierten das Duo trotzdem.

Ein letztes Mal küsste Clemens Doppler den Ball, dann servierte er ihn über das Netz des randvollen Center Courts in Wien – und wenige Sekunden später, um genau 21:08 Uhr, war’s dann vorbei. 0:2 gegen die Schweizer Marco Krattiger/Yves Haussener. Die damit die „Ehre“ hatten, Österreichs Beachvolleyball-Asse Doppler/Horst nach zehn gemeinsamen Jahren zu trennen.

(Bild: F. Pessentheiner)

Danach gab’s die mit Sicherheit emotionalste Feier einer Niederlage in der Geschichte des heimischen Beachvolleyballs. Doppler zog trotz später Stunde die Sonnenbrillen über seine Augen, die Gefühle, die ihn übermannten, konnten diese aber nicht verbergen. „Eine wundervolle gemeinsame Reise geht zu Ende. Diese Emotionen, die wir zum Beispiel bei der Heim-WM 2017 erleben durften, nehmen wir mit in unser Grab“, sagte Doppler, der in seiner 20-jährigen Beach-Karriere u.a. zweimal Europameister und eben mit Horst vor vier Jahren auf der Donauinsel Vizeweltmeister wurde.

(Bild: GEPA pictures)
Clemens Doppler (li.) und Alexander Horst spielen in Wien ihr letztes gemeinsames Turnier. (Bild: APA/dpa/Christian Charisius)
Clemens Doppler (li.) und Alexander Horst spielen in Wien ihr letztes gemeinsames Turnier.

„Die Leistung zum Abschied tut uns wirklich leid“, meinte Horst nach der Abfuhr gegen die Schweizer (im zweiten Satz stand es zwischenzeitlich 0:11). Und Doppler ergänzte: „Sportlich ein unwürdiges Ende. Fast zum Lachen.“

Fans feierten die Helden
Aber eine Entschuldigung war nicht notwendig. Die Fans feierten die Beach-Helden mehr als eine halbe Stunde lang mit Sprechchören, forderten eine „Zugabe“. Und dann gab’s noch ein letztes Mal ein gemeinsames „I am from Austria“. Und wie geht’s jetzt weiter? „Der Alex wird auf jeden Fall weitermachen“, verriet Doppler, der sich nun viel mehr seiner Familie widmen wird. „Und ich wahrscheinlich auch.“

Alex Hofstetter/Christian Mayerhofer, Kronen Zeitung

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