26.07.2021 11:34 |

Topfavoriten out

Mountainbike: Gold an Briten Pidcock, Foidl 17.

Der Brite Thomas Pidcock hat sich am Montag im olympischen Mountainbike-Rennen der Männer durchgesetzt. Der 21-Jährige siegte in Izu vor dem Schweizer Mathias Flückiger und dem Spanier David Valero Serrano. Der Tiroler Maximilian Foidl wurde auf dem anspruchsvollen und attraktiven Cross-Country-Kurs 17. Auf der Strecke blieben der Niederländer Mathieu van der Poel und der Tscheche Ondrej Cink, beide als Topfavoriten gehandelt.

Van der Poel stürzte in der ersten Runde beim Sprung über einen Felsen schwer, startete danach eine Aufholjagd, musste aber letztlich verletzt aufgeben. Cink fiel mit einem Defekt aus. Hinter Pidcocks Form standen eigentlich Fragezeichen: Der Brite, der auch als Straßenradrennfahrer bereits reüssierte, hatte erst vor kurzem einen Schlüsselbeinbruch überstanden.

Der Cross-Country-Kurs in Izu mit dem gebauten „Rock Gardens“ und interessanten Kurven erwies sich wie erwartet als selektiv. Die Pace machte in der Anfangsphase des Rennens der Brasilianer Henrique Avancini, der aber bald die Schweizer Flückiger und Nino Schurter (am Ende Vierter) sowie Pidcock passieren lassen musste und im Ziel als 13. nur relativ knapp vor Foidl lag. Pidcock übernahm dann die Führung und drückte aufs Tempo, bis ihm nur mehr Flückiger folgen konnte.

Doch auch der Schweizer musste gegen Rennende letztlich abreißen lassen, der 21-jährige Brite aus Leeds kam nach 28,25 Kilometern in 1:25:14 solo und mit 20 Sekunden Vorsprung ins Ziel. Spannend war der Kampf um Bronze: Der Spanier David Valero Serrano kam im Finish stark auf, überholte noch Schurter und sicherte sich mit 34 Sekunden Rückstand auf Pidcock noch Bronze. Der 32-Jährige nahm Schurter letztlich noch acht Sekunden ab.

Pidcock zeigte sich begeistert, umso mehr, als er sich den Schlüsselbeinbruch erst im Vormonat bei einem Trainingssturz zugezogen hatte. „Ich hatte seither kein gutes Rennen. Ich habe wirklich hart trainiert, ich wusste, dass ich in guter Verfassung bin, aber es gibt natürlich immer Zweifel, wenn man nicht in einem Rennen geprüft wurde“, sagte der 21-Jährige im Ziel gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Der Tiroler Maximilian Foidl galt schon am Start nicht als Medaillenkandidat in dem 38-köpfigen Feld. Das sah er auch selbst im Vorfeld so. Der 25-Jährige kam gut durch die Startphase, hielt sich während des gesamten Rennens immer auf den Positionen um 15 und kam letztlich mit 3:31 Rückstand auf Pidcock als 17. ins Ziel.

Foidl sprach danach von einem schweren Rennen: „Ich bin eigentlich ganz zufrieden. Es war ein extrem nervöses Rennen. Die ersten paar Runden waren brutal, es war nicht einmal Zeit zum Trinken, weil die ganze Zeit irgendwas passiert ist.“ Er habe sich relativ gut gehalten, sagte er in einer ersten Reaktion laut Österreichischem Radsportverband. „Ich war am Ende in einer Gruppe, wo es um die Top 15 sogar ging, aber das habe ich nicht mehr halten können. Ich glaube, mit der Platzierung kann ich auf jeden Fall zufrieden sein.“

krone Sport
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