20.07.2021 11:03 |

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Nachttraining: Weißhaidinger simuliert Tokio-Quali

Im schwachen Lichtschein von 14 kleinen Baustellen-Scheinwerfern simulierte Österreichs Diskus-Star Lukas Weißhaidinger auf dem Wurffeld in der Südstadt um drei Uhr in der Nacht auf Dienstag die Qualifikation für die Spiele in Tokio. Damit versuchte der WM-Dritte sich ein wenig an die japanische Zeit (plus sieben Stunden) anzupassen. Denn die Quali in Tokio findet am 30. Juli morgens statt…

„Es war natürlich nicht einfach, nachts zu werfen", meinte Trainer Gregor Högler, "trotz der Scheinwerfer war es noch sehr dunkel und zudem auch kalt." Insgesamt neun Würfe absolvierte Lukas Weißhaidinger - drei zum Aufwärmen, dann jeweils zwei Serien à drei Würfen, womit er zweimal die Qualifikation simulierte. Das wichtigste Fazit: "Luki hat nicht müde gewirkt. Er hat gezeigt, dass er sich auch an schlechte und schwierige Bedingungen gut anpassen kann."

Von Wurf zu Wurf besser
Um 1 Uhr nachts waren Lukas Weißhaidinger und Gregor Högler schon auf dem Wurffeld, hatten sich dann auf das spezielle Training vorbereitet. Bei den neun Versuchen konnte das Duo wegen der Dunkelheit die Wurfbahn der 2 kg schweren Scheibe natürlich nicht verfolgen. „Von Wurf zu Wurf kam Luki aber jedenfalls immer besser in den Rhythmus“, meinte Högler.

„Krone“-Reporterin Vera Lischka traft Lukas Weißhaidinger bei der Verabschiedung der Olympioniken:

Abflug am 27.
Vor dem Abflug nach Tokio am 27. Juli wird Weißhaidinger noch einmal früh morgens (dann aber zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs) eine Frühschicht in der Südstadt einlegen. Bis zu den Spielen wird Weißhaidinger in Selbstisolation gehen und nur mit Gregor Högler eine "Bubble" bilden, um allen Gefahren eines positiven PCR-Tests auszuweichen. Für die Einreise auf dem Flughafen Tokio-Narita kalkulieren sie wegen all der strengen Formalitäten einen Aufenthalt von rund fünf Stunden. Wenn die Wartezeit geringer ist, haben sie schon einen Grund zur Freude. Aber es kann auch schlimmer kommen: In der Vorwoche gab es auch Berichte von einem zehnstündigen Check beim Einreisen ...

Olaf Brockmann

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