Da will der Wirtschaftsminister offensichtlich über einen großen Teil der Republik drüberfahren. Die "Änderung des Netznutzungstarifs", wie es im Beamtendeutsch so schön heißt, würde erhebliche Mehrkosten bringen. Bis zu 20 Prozent, schätzen Experten für die Steiermark.
Bis zu zehn Millionen Euro Mehrkosten
60.000 Gaskunden im Land wären betroffen, mit bis zu zehn Millionen Euro (!) Mehrkosten im Jahr müssten Privat- und Gewerbekunden künftig kalkulieren. Ein echter Wahnsinn. Siegfried Schrittwieser, zuständiger SPÖ-Landesrat für Fragen des Energie-Tarif-Beirates, schäumt: "Das ist ein Anschlag von Minister Mitterlehner auf die steirischen Gaskunden. Man will uns - etwa im Vergleich zu Wien - massiv schlechter stellen."
Keine Zustimmung der Steiermark zur Novelle
Und weiter: "Eineinhalb Jahre lang hat sich das Ministerium Zeit gelassen, um legistische Maßnahmen zu setzen, für die Begutachtung ist nicht einmal ein Monat Zeit. Ein Affront." Eine Zustimmung der Steiermark zu dieser Novelle werde es nie und nimmer geben. Siegfried Schrittwieser zum Schluss: "Das entfernungsabhängige Modell für die Netznutzung gehört ganz schnell in den Mistkübel, der Minister soll diese Kosten gleichmäßig auf alle Länder verteilen. Denn das ist ein Gebot der Fairness."
von Gerhard Felbinger und Gerald Schwaiger, "Steirerkrone"









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