15.06.2021 11:53 |

Großartig

Naturwunder Nationalpark Hohe Tauern

Österreichs höchste Gipfel, mächtige Gletscher, schroffer Fels, Bergwiesen und dichte Wälder so voller Leben. Entdecken Sie mit mir den wunderbaren und einzigartigen Nationalpark Hohe Tauern.

Verzeihen Sie mir, dass ich bei diesem Beitrag NICHT objektiv sein kann, denn der Nationalpark Hohe Tauern ist für mich als Bergsteiger und Naturfreund einfach die schönste Region Österreichs. Viele unvergessliche Erlebnisse undErinnerungen verbinde ich mit diesen Bergen, Gletschern und Felswänden. Etwa einen neuen Tag mit den ersten wärmenden Sonnenstrahlen hoch oben auf dem Gipfel des Großglockners zu begrüßen, Steinböcke beim Kraxeln zu beobachten, Gletscherspaziergänge, Klettertouren, aber auch das Spielen mit Murmeltieren. Nicht zu vergessen der köstliche und flambierte Kaiserschmarren auf der Oberwalderhütte- alleine dafür zahlt sich schon eine Wanderung infast dreitausend Meter Höhe aus.

All das ist möglich im Nationalpark Hohe Tauern, dessen Kärntner Teil heuer sein 40-Jahre-Jubiläum feiert. Ein Paradies für Naturbegeisterte, reich an Abenteuern und immer wieder einen neuen Besuch wert.

An der Seite erfahrener und sympathischer Nationalpark-Ranger, wie Wild-Experte Klaus Eisank, Natur-Spezialist Georg Granig oder Kräuterkennerin Stefanie Winkler erfährt man, dass das größte Schutzgebiet der Alpen heute eine alpine Arche Noah für Tausende Tier- und Pflanzenarten ist. Ermöglicht haben dies weitblickende Landwirte, Grundeigentümer und Jäger, die vor mehr als einem halben Jahrhundert im Kärntner Mölltal die Grundsteine fürden Nationalpark legten. Menschen wie der Großvater des Heiligenbluter Hoteliers Hannes Pichler, der1960 die Steinböcke rund um den höchsten Berg Österreichs wieder ansiedelte - mehr als ein Jahrzehnt bevor Greenpeace gegründet wurde.

Heute führt Hannes die Nationalparklodge und begeistertmit seiner Frau Barbara ihre Gäste mit „Into the Wild“-Angeboten.Wer will, der kann nämlich mit Sack und Pack die Komfortzone des Hotels verlassenund eine Nacht in einem Camp in den Bergen erleben. Mit etwas Glückkann man dabei sogar die Milchstraßen-Galaxie mit freiem Auge erblicken. „Der Nationalpark Hohe Tauern ist für mich die letzte Wildnis Österreichs, quasiein Little Alaska“, erklärt Hotelier Hannes.

Dank der spektakulären 48 Kilometer langen Großglockner Hochalpenstraße ist diese Bergregion für jeden zugänglich.Mehrere Besucherzentren wie das Haus der Steinböcke in Heiligenblut oder die Ausstellung „univerzoom nationalpark“ im Besucherzentrum in Mallnitz bieten die perfekte Einführung für alles, was einen später in freier Wildbahn erwartet. Und glauben Sie mir, es ist atemberaubend,wenn plötzlich ein Bartgeier mit fast drei (!) Meter Flügelspannweite über die Berggipfel gleitet.

Bis bald im Nationalpark.

Fakten

Heiligenbluter Vereinbarung

Naturschutzgeschichte
Vor 50 Jahren  unterzeichneten die damaligen Landeshauptleute Hans Sima (Kärnten), Hans Lechner  (Salzburg) und Eduard Wallnöfer (Tirol) in Heiligenblut  eine Absichtserklärung zur Errichtung eines bundesländerübergreifenden Nationalparks in den Hohen Tauern.  Zehn Jahre danach startete Kärnten mit einem Alleingang und erklärte 186 Quadratkilometer  zum Nationalpark. Heute erstreckt sich  der Nationalpark über 1856 Quadratkilometer in den Hohen Tauern.

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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