Warten bei GKB

Kein grünes Licht für neue Züge auf Koralmbahnstrecke

Steiermark
21.01.2011 16:59
Da wird eine neue Bahnstrecke zwischen Werndorf und Wettmannstätten eröffnet, da werden neue Züge gekauft - dennoch tingelt die GKB mit Uraltgarnituren durch die Gegend. Grund: Der deutsche Amtsschimmel wiehert.

Seit 12. Dezember 2010, also seit mehr als einem Monat, ist der Koralmbahnabschnitt zwischen Werndorf und Wettmannstätten in Betrieb. Befahren wird die Strecke allerdings noch immer mit den alten Doppelstockwaggons - und das, obwohl die GKB bereits sechs von insgesamt 13 neuen, modernen Diesel-Gelenktriebwagen des Schweizer Konzerns Stadler angeliefert bekommen hat.

Aufwändiger Zulassungsprozess
"Das Problem liegt in Berlin, wo die Züge hergestellt werden. Der europäische Zulassungsprozess ist leider sehr aufwändig", erklärt Peter Stößl von der GKB. Weil man aber mit den alten Waggons um 20 km/h langsamer fahren muss, können derzeit nicht alle Haltestellen - etwa Graz-Puntigam oder teilweise Hengsberg - angefahren werden.

Einige Verbindungen werden zudem mit Autobussen geführt. Stößl: "Trotzdem wird die Strecke von unseren Fahrgästen sehr gut angenommen." Vor dem gleichen Problem wie die GKB stehen auch die Steiermärkischen Landesbahnen, die im Osten stark vertreten sind: Sie haben sechs Triebwagen bei der Firma Stadler bestellt.

von Jakob Traby, "Steirerkrone"

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