16.05.2021 18:30 |

Im Pongau

Salzburger Rettungshunde trainierten für Ernstfall

Alle drei Salzburger Rettungshundeorganisationen trainierten vergangenen Freitag gemeinsam mit den österreichischen Luftstreitkräften den Einsatz mit dem Hubschrauber. Dazu kamen etwa 60 Rettungshundeführer mit ihren Hunden in den Pongau nach Flachau.

Alle drei Salzburger Rettungshundeorganisationen - die Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg, die Rotkreuz-Suchhunde Salzburg sowie die Hundestaffel der Bergrettung Salzburg - kamen am letzten Freitag zusammen um den Umgang sowie das Fliegen mit dem Hubschrauber zu trainieren. Rund 60 Hundeführer kamen aus dem gesamten Bundesland um am Parkplatz der Flachau Bergbahnen, gemeinsam mit dem Österreichischen Bundesheer eine Flugübung zu veranstalten. 

Innen- und Aussenflug
Für die Hunde und die Hundeführer ist das Fliegen mit dem Hubschrauber einerseits ein Highlight der jahrelangen Ausbildung, andererseits auch Stress und Anspannung. Für viele Teams ist es der erste Flug, „wobei die jungen Hunde erstmals an den stehenden Hubschrauber gewöhnt werden“, erklärt Clemens Haring, der Ausbildungsleiter der Lawinenhundestaffel. Speziell die Junghunde dürfen sich anfangs mit einem Flug im Innenraum an den Lärm gewöhnen. Dabei ist für viele Hunde bereits die Annäherung an den „fliegenden Riesen“ eine Herausforderung. „Anfangs haben viele Hunde Respekt, aber wenn dies mit Ruhe und Vertrauen zum Hundeführer gemacht wird gibt es selten Probleme“, sagt Ausbildner Haring.
Spannender und vor allem lauter wird es für die erfahrenen Mensch-Hund-Teams beim Aussenflug, dem sogenannten Windenflug. Hoch über der Flachauer Bergwelt hängen die Teams außen am Hubschrauber um so schnellstmöglich in einem zuvor vorbereitetem Suchgebiet abgesetzt zu werden. Unmittelbar nach der Landung ging es für die Teams zu einer Suche nach zwei Vermissten. „Auch das gehört natürlich trainiert, nicht nur das Fliegen, sondern ebenso die anschließende Suche. Aber das haben alle Teams super gemacht“, resümiert Clemens Haring.


365 Tage im Jahr für in Not geratene Menschen im Bundesland

Die Lawinen- und Vermisstensuchhundestaffel Salzburg ist die älteste Rettungshundeorganisation im Bundesland Salzburg. Anlass für die Gründung der ehrenamtlich arbeitenden Rettungsorganisation war das große Lawinenunglück am Dachstein im Jahre 1954, bei dem 13 Menschen den „weißen Tod“ starben. Aus einer anfangs kleinen Gruppe von Idealisten hat sich heute eine solide Einsatzorganisation mit erfahrenen Hundeführerinnen und Hundeführern entwickelt, denen es an Nachwuchs nicht mangelt. Die Staffel ist dem Katastrophenreferat der Salzburger Landesregierung unterstellt und vollwertiges Mitglied der Internationalen Rettungshundeorganisation (kurz IRO).

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