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Ein Medaillenregen für die gschmackige Mostbirn’

Ein gutes Tröpferl  braucht eine gute Hand! Die haben Tanja und Josef Deisinger aus Katsdorf, sie wurden zu „Produzenten des Jahres“ gekürt.

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Josef Deisinger, Bio-Landwirt, Mostbauer und Schnapsbrenner in Katsdorf im Bezirk Perg, macht viel selbst: „Die Pflege der Bäume ist das Fundament im Obstbau“, sagt er. Er braucht eine gute Hand beim Schneiden der jungen Bäume, das entscheidet über den jahrelangen Ertrag. Am Deisingerhof ist das eine Herkulesaufgabe: 120 Mostbirnbäume stehen auf den Streuobstwiesen. „Ich lege Wert auf alte Sorten, daraus lassen sich besondere Aromen gewinnen.“ Schon fast vergessen sind die Leder- und die Pichlbirne, die Speck- und die Schmatzbirne.

Wertvolle Birnbäume
Dazu kommen 58 Hauszwetschken- und 65 Apfelbäume, darunter der Mauthausener Lemoniapfel oder der Brünnerlingapfel. Es handelt sich um schmackhafte Sorten, die traditionell in der Region kultiviert werden. Ist ein Birnbaum alt, kann er bis zu 1000 Kilogramm Früchte in einer Saison tragen. „Natürlich bringt das alles viel Arbeit“, sagt Tanja Deisinger, die am Hof die Wirtin ist, es gibt hier auch regionale Küche.

Traditionelles Brennrecht
Nach dem „Obstklaub’n“ werden sieben Sorten Most gepresst. Auch Saft, Frizzante, Cider und Schnaps stellen die Deisingers her. Ihr „Brennrecht“ stammt sogar aus Maria Theresias Zeiten. Neben dem Obstler als Klassiker gibt es Edelbrände aus Apfel, Zwetschke, Kirsche oder Nuss. Und: „Gin aus Wildkräutern“, sagt Tanja nicht ohne Stolz.

Medaillenregen für Direktvermarkter
Statt der Wieselburger Messe gab es coronabedingt heuer nur eine Produktprämierung. Tanja und Josef bekamen für ihre Moste und Schnäpse die meisten Punkte. Das macht sie zu „Produzenten des Jahres“. Insgesamt gab es für unsere Direktvermarkter einen Medaillenregen: 35 Auszeichnungen gingen nach Oberösterreich.

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