12.05.2021 06:55 |

Keine Erkenntnisse

Die „Modellregion Vorarlberg“ brachte wenig Neues

Seit acht Wochen existiert die „Modellregion Vorarlberg“. Neue oder gar belegbare Erkenntnisse aufgrund der wissenschaftlichen Begleitung blieben bisher allerdings aus.

„Bund öffnet nach Vorbild der Vorarlberger Modellregion“ - so lautete die Überschrift des Pressefoyers am Dienstag. Doch welche Erkenntnisse wurden in den vergangenen Wochen in der Modellregion wirklich gewonnen? Eine wissenschaftliche Begleitung war zwar angekündigt, genaue Ziele, Erfolgs- oder Abbruchkriterien wurden allerdings nie definiert, ein Evaluierungsplan lag ebenso wenig vor.

Die „wissenschaftliche Begleitung“ erfolgte durch die AGES, zudem wird die Med Uni Graz eine Befragung durchführen, hieß es auf „Krone“-Nachfrage vonseiten des Gesundheitsministeriums. Mit einem Ergebnis sei aber erst Mitte Mai zu rechnen. So weit, so wenig aufschlussreich.

Vorbildfunktion Vorarlberg?
Doch wie sieht es nun mit der Vorbildfunktion Vorarlbergs aus? Die Idee, die Zahl der Gäste in der Gastro und bei Veranstaltungen zu begrenzen, ist ebenso wenig neu wie die Registrierungspflicht oder die Sperrstunde um 22 Uhr. Gerade Letztere erwies sich im Herbst als wenig effektiv. Oft genug klagten Wirte, dass im privaten Rahmen weitergefeiert worden sei bzw. die Gäste gleich ausgeblieben wären.

Doch immerhin: Die in Vorarlberg erprobten Wohnzimmer-Selbsttests mit Registrierung werden bei der österreichweit geplanten Öffnungen Gültigkeit haben - und das nicht nur wie bisher bei Veranstaltungen, sondern auch in der Gastronomie oder beim Friseur. „Das hat man uns in der Modellregion noch nicht zugestanden, jetzt haben es die Länder durchgesetzt“, jubelte Wallner.

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Das hat man uns in der Modellregion noch nicht zugestanden, jetzt haben es die Länder durchgesetzt.

Wallner jubelte über die zugelassenen Wohnzimmertests in der Gastro und beim Friseur

3-G-Prinzip - „geimpft, genesen, getestet“
Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher konnte nach acht Wochen Modellregion auch nur auf eine gestiegene Sieben-Tage-Inzidenz verweisen. Diese war von 66 auf 237 (26. April) angewachsen. „Das ist nachvollziehbar, weil sich die britische Mutation durchgesetzt hat“, erklärte Rüscher mit dem gewohnten Lächeln. Wie von der Bundesregierung angekündigt, werde auch Vorarlberg auf das 3-G-Prinzip - „geimpft, genesen, getestet“- setzen.

Das wiederum klingt wirklich nach Vorarlberg, genauer gesagt nach dem seit weit mehr als nur acht Wochen erprobten Ländle-Gütesiegel. Je nach Ware gilt dort nämlich das 3-G-Herkunftsprinzip. Für Obst und Gemüse ist es „gesetzt, gewachsen, geerntet“, für Fleisch „gehalten, gefüttert, geschlachtet“, für Eier „gehalten, gefüttert, gelegt“ und für Honig „gehalten, gesammelt und geschleudert“ ...

 Vorarlberg-Krone
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