08.05.2021 15:18 |

Wald als Schutz

Steinschlag auf Kärntner Straßen wird zum Problem!

Die Steinschlaggefahr auf Kärntens Bergstraßen nimmt zu: Immer wieder donnert Gestein auf Fahrbahnen! Kein ungefährlicher Einsatz für die 450 Mitarbeiter der Straßenmeistereien, welche die Gefahrenstellen beseitigen. Schuld ist übrigens das Wetter, das seit den vergangenen 15 Jahren einfach immer extremer wird.

„Die Erosion nimmt zu“, weiß Volker Bidmon, Leiter der Kärntner Straßenbauabteilung: „Stürme und vor allem der sintflutartige Starkregen führen dazu, dass im Frühjahr Steine und Felsen auf die Straßen rollen.“ So manchen Autofahrern wurde dies schon zum Verhängnis - und so ein fußballgroßer Stein kann übrigens einen ganz gehörigen Schaden anrichten.

Vor Gefahren schützen
Doch zum Glück gibt es die Teams der 17 Kärntner Straßenmeistereien, die versuchen, uns Autofahrer vor solchen Gefahren zu schützen. Besonders betroffen sind dabei die Bergstraßen, etwa Loibl- und Plöckenpass, über den Gailberg, durchs Lesachtal oder durch die enge Gurk. Eine wichtige Schutzfunktion hat dabei ein gesunder Wald.

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Die Schutzprojekte sind technisch hochkomplex, kosten sehr viel und sind für unsere Mitarbeiter auch nicht ungefährlich.

Landesrat Martin Gruber

Wald hat Schutzfunktion
„Fehlt dieser, wie etwa in den vom Sturm Vaia betroffenen Regionen Oberkärntens, dann wird die Erosion noch mehr beschleunigt“, so Bidmon im Gespräch mit der „Krone“. Verständlich, dass Millionen in die Wiederaufforstung investiert werden. Laut Straßenbaureferent Martin Gruber schlagen sich die bröckelnden Berge auch im Straßenbauprogramm des Landes Kärntens nieder: „Alleine heuer investieren wir zwei Millionen in mehrere Steinschlag- und Felssturzverbauungen.“

Hannes Wallner
Hannes Wallner
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