03.05.2021 13:13 |

Digital Anfang Juni

Gelber Impfpass aus Papier berechtigt zum Eintritt

Der gelbe Impfpass aus Papier wird künftig allen gegen Covid-19 geimpften Menschen in Österreich als „Eintrittsberechtigung“ für Gastronomie, Hotellerie und kulturelle Einrichtung dienen, wenn diese am 19. Mai wieder aufsperren, wie das Gesundheitsministerium am Montag bestätigte. Auf dem Dokument muss demnach zumindest der Erststich vermerkt sein, der mindestens 21 Tage zurückliegen muss.

Dabei spielt es auch keine Rolle, welchen der in Österreich zugelassenen Impfstoffe man im Rahmen der Corona-Schutzimpfung erhalten hat. Anfang Juni soll dann der digitale Impfpass („Grüner Pass“) verfügbar sein, den man sich als QR-Code auf sein Handy herunterladen kann.

Mit dem Smartphone ins Lokal
Voraussetzung für den digitalen Impfpass ist die Bürger-Karte bzw. eine Handy-Signatur. Dafür kann man sich über das Öffentliche Gesundheitsportal Österreichs anmelden. Wer geimpft, getestet oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen ist, muss dann nur mehr das Handy herzeigen, um Einlass in Lokale gewährt zu bekommen.

Papierlösung für Menschen ohne Smartphone
Menschen, die kein Smartphone besitzen, können sich - jedenfalls in einer Übergangsphase - das pdf-File mit dem QR-Code auch ausdrucken und das Papier als „analoges Eintrittsticket“ verwenden. Laut Gesundheitsministerium ist vorgesehen, dass Personen, die sich in der digitalen Welt nicht heimisch fühlen, das Papier auf ihrem Gemeindeamt bzw. dem Magistrat ausdrucken lassen können, um damit ins Theater oder ins Kino zu kommen.

Impfnachweis nicht fälschungssicher?
Ab Juli soll es dann den „Grünen Pass“ auf EU-Ebene geben, der gleichermaßen unbürokratisches wie sicheres länderübergreifendes Reisen möglich machen soll. Am Wochenende hatten Berichte in deutschen Medien für Aufsehen gesorgt, denen zufolge der geplante europäische Corona-Impfnachweis nicht fälschungssicher sei.

Die im gelben Impfpass eingetragenen Impfnachweise könnten umstandslos in Arztpraxen, Impfzentren oder in Apotheken auf den neuen EU-Impfausweis übertragen werden, da dieser Nachweis im gelben Impfpass leicht zu fälschen sei, sei auch das darauf aufbauende neue EU-Zertifikat entsprechend anfällig für Betrug, hieß es.

Keine Fälschungsgefahr in Österreich
Darauf angesprochen, versicherte das Gesundheitsministerium, diese Gefahr sei hierzulande nicht gegeben, da Österreich in Sachen Digitalisierung „bereits einige Schritte weiter“ sei. In Österreich würden „mittlerweile alle Impfungen in den e-Impfpass eingetragen und das Impfzertifikat für den ,Grünen Pass‘ wird direkt aus dem e-Impfpass erzeugt". 

Martin Grob
Martin Grob
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