Guten Morgen

Auferstehung | Tränen abwischen

Von der „Auferstehung nach Ostern“, der Erlösung von der Pandemie, war viel die Rede. Vor einem Jahr. Heuer feiern  die Menschen wie seit Jahrtausenden auch  zu Ostern  die Auferstehung des Heilands. Unsere Auferstehung  nach  Corona  dürfen wir 2021 nach Ostern allerdings nicht erwarten. Das lief im ersten Corona-Jahr anders. Da titelte die „Krone“ etwa am Ostersonntag, es war der 12. April: „Die neue Welt nach Ostern“, ein paar Tage davor hatte es geheißen: „Durchhalten! Dann werden wir belohnt“. Tatsächlich wurden wir mit einer großen Entspannung ab Ende Mai, mit einem feinen Juni und einem - aus heutiger Sicht - mehr als passablen Sommer belohnt. Auch weil die allermeisten Menschen wirklich durchgehalten hatten. Das fällt ein Jahr später, nach vielen nicht erfüllten Versprechen, zahlreichen enttäuschten Hoffnungen schwer und schwerer. Noch einmal müssen wir Ostern im kleinsten Kreis, größtenteils ohne Verwandte und Freunde feiern. Nach Ostern droht zudem zum schon jetzt per „Osterruhe“  heruntergefahrenen Osten auch dem Rest Österreichs ein harter Lockdown. Ach ja, diese Schlagzeile vom 4. 4. 2020, also vor genau einem Jahr,  möchte ich Ihnen nicht vorenthalten: „Der lange Weg zur Normalität“. Wer hätte gedacht, dass er sooo lange wird? Aber wir werden auferstehen - diesen Glauben dürfen wir nicht verlieren!

Tränen abwischen. Besonders stolz sind wir von der „Krone“, dass Kardinal Christoph Schönborn Sonntag für Sonntag für unsere Leser schreibt. Für den Ostersonntag hat er einmal mehr wunderbare Worte gefunden, wenn er schreibt: „Es ist Ostern. Für mich wurde im Lauf der Jahre das Wort ,Ostermorgen´ zum Schlüssel für viele Lebenssituationen. Nach dem Karfreitag, dem Karsamstag der Grabesruhe, kommt der Ostermorgen. Es geht nur in dieser Reihenfolge. Das Leid ist aus dem Leben nicht entfernbar. Aber es ist nicht die Endstation. So beginnt es schon bei der Geburt. Den Schmerzen der Entbindung folgt die Freude über das neugeborene Kind. Jesus hat es klar gesagt. Wer ihm nachfolgen will, der nehme sein Kreuz auf sich. Wer sein Leben leidfrei halten will, wird es versäumen. Doch die Tränen und das Leid werden gewandelt in die Freude des Ostermorgens. Nicht immer dauert das Leid nur drei Tage, wie damals für Maria von Magdala. Die österliche Zusage gilt uns allen: “Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen." Hören wir und glauben wir, was dieser weise Kirchenmann uns sagt!

Schöne Ostersonntag!

Klaus Herrmann
Klaus Herrmann

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Mittwoch, 12. Mai 2021
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