21.03.2021 14:56 |

Verbraucherschutz

iPhone 12 ohne Ladegerät: Apple muss Strafe zahlen

Die brasilianische Verbraucherschutzbehörde Procon-SP hat Apple zu einer Strafzahlung von umgerechnet rund 1,6 Millionen Euro verdonnert. Dem kalifornischen Konzern werden „irreführende Werbung, der Verkauf eines Geräts ohne Ladegerät und unlautere Bedingungen“ vorgeworfen.

Wie 9to5mac.com berichtet, hatte Apple auf Nachfrage der Behörde keinen Vorteil für die Umwelt durch das Weglassen des Ladegeräts bei seinem iPhone 12 nachweisen können. Der Konzern konnte oder wollte demnach zudem nicht beantworten, ob der Preis für das iPhone 12 reduziert wurde, nachdem das Ladegerät aus dem Lieferumfang entfernt wurde, wie hoch der Preis für ein iPhone mit und ohne Ladegerät ist und inwieweit die Anzahl der hergestellten Ladegeräte tatsächlich zurückgegangen ist.

Das iPhone 12 ist das erste Apple-Smartphone, dem kein Ladegerät mehr beiliegt - der Umwelt zuliebe, wie Apples Marketing-Abteilung bei der Bekanntgabe der Maßnahme betonte. Wer bei der Anschaffung eines iPhone 12 noch keines hat, muss demnach aber noch den Preis für ein Ladegerät einkalkulieren, während Apple durch den Verzicht auf selbiges bei gleichbleibenden Preisen seine Gewinne steigert.

Irreführende Werbung, unlautere Bedingungen
Beanstandet wurde neben Problemen nach iOS-Updates auch, dass Apple Wasserschäden nicht repariert haben soll. Die Verbraucherschützer warfen dem Konzern zudem unlautere Bedingungen vor, weil er sich „von allen rechtlichen und impliziten Garantien und von versteckten oder nicht offensichtlichen Mängeln“ befreit haben soll.

„Apple muss verstehen, dass es in Brasilien solide Verbraucherschutzgesetze und -institutionen gibt. Es muss diese Gesetze und diese Institutionen respektieren“, wurden Proco-SP-Direktor Fernando Capez zitiert. Apple wollte sich zu der Strafe vorerst nicht äußern. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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