Corona-Zwangspause

Für auf Eis gelegte Thermen ist kein Land in Sicht

Die warme Luft, die einen ermüden lässt, Whirlpools und Saunagänge - mit Entspannung verbinden wir Thermenhotels. Doch die Lage in der Branche ist angespannt. „Mit den staatlichen Hilfen finden Großbetriebe nicht mehr das Auslangen“, ist Patrick Hochhauser, Eurothermen-Chef und Branchensprecher, alarmiert.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Die aktuelle Perspektivlosigkeit drückt der Hotellerie aufs Gemüt. „Man schiebt eine Entscheidung von einer Woche auf die andere, wir wissen gar nichts“, sagt Patrick Hochhauser, Geschäftsführer der Eurothermen-Betriebe in Bad Schallerbach, Bad Ischl und Bad Hall.

Aktivitätenprogramm für Mitarbeiter
Vor den morgigen Beratungen der Regierung scheint ein Wiederaufsperrtermin in weiter Ferne. Im Spa-Resort Therme Geinberg wird frühestens mit dem 30. April gerechnet. „Und der erscheint uns schon als sehr optimistisch“, sagt Geschäftsführer Manfred Kalcher, der deshalb nun ein Aktivitätenprogramm für die rund 300 Beschäftigten auf die Beine stellt: „Wir wollen etwas tun, damit ihnen die Decke nicht auf den Kopf fällt und der Teamgeist aufrecht erhalten bleibt.“ Viereinhalb Monate sind Gastronomie und Hotellerie geschlossen, die Hauptsaison für die Thermen ist futsch, finanzielle Unterstützungen fließen teils nicht in dem Umfang wie benötigt oder nur langsam. „Die Instrumente sind ziemlich komplex, manchmal stehen auch die Durchführungsrichtlinien noch nicht“, so Kalcher.

Auch Notbetrieb teuer
Selbst bei den Eurothermen macht sich Ernüchterung breit. „Wir zehren jetzt von den Rekorden der letzten Jahre, aber irgendwann ist der Kuchen aufgegessen“, sagt Hochhauser. Bei einem Haus wie Bad Schallerbach laufen selbst im Notbetrieb wie jetzt zwischen 400.000 bis 500.000 Euro Kosten pro Monat an.

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Samstag, 21. Mai 2022
Wetter Symbol
(Bild: stock.adobe.com, Krone KREATIV)