Infiziert ordiniert

Zahnarzt aus Bad Hofgastein ist jetzt angeklagt

Salzburg
12.03.2021 08:57

Die Staatsanwaltschaft Salzburg wirft einem Zahnarzt aus Bad Hofgastein vor, andere Menschen mit dem Coronavirus gefährdet zu haben. Nur etwas mehr als eine Woche nachdem der Doktor trotz bestehender Quarantäne in seine Ordination ging und Patienten behandelte, langte bereits der Strafantrag beim Landesgericht ein. Die „Krone“ berichtete über den Fall und sein Verhalten. Nach wie vor ist der Zahnart in U-Haft.

Im Detail werden dem Deutschen (48) zwei Vorfälle vorgeworfen, bei denen er Menschen einer möglichen Infektion aussetzte: Laut Strafantrag hat er eine Stunde lang einen Patienten behandelt, obwohl er bereits da von seinem positiven Testergebnis wusste. Fünf Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt in der Praxis. Am nächsten Tag verließ er trotz behördlicher Anordnung seine Quarantäne und fuhr in die Arbeit. Dort trug er laut Staatsanwaltschaft auch seinen Mund-Nasen-Schutz nicht korrekt. 

U-Haft in der Vorwoche verhängt
Demnächst wird sich der Zahnarzt vor Richter Peter Egger verantworten müssen. Bisher zeigte er sich bekanntlich wenig einsichtig, weshalb auch das Landesgericht die Untersuchungshaft aufgrund Tatbegehungsgefahr verhängte. Verteidigt wird der Mann vom Salzburger Anwalt Kurt Jelinek. Bei einer Verurteilung drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Salzburg
12.03.2021 08:57
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Salzburg
Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung