04.03.2021 22:34 |

Drei Meter hohe Wellen

Tsunami-Warnung für gesamten Pazifik nach Beben

Vor Neuseeland hat es am Freitag mehrere heftige Erdbeben gegeben. Bis zum Morgen (Ortszeit) wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde drei schwere Beben registriert. Das heftigste Beben hatte die Stärke 8,1 und ereignete sich nahe der Kermadec-Inseln, etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel Neuseelands. Für den gesamten Pazifik wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Experten rechneten mit ein bis drei Meter hohen Wellen. In Neuseeland wurde bereits die Evakuierung von Küstenregionen angeordnet.

Nach dem Beben der Stärke 8,1 folgte ein weiteres der Stärke 7,4 in der gleichen Region. Stunden zuvor hatte es bereits Erdstöße der Stärke 7,1 rund 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne gegeben. Die Küstenbewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Lage sehr aufmerksam zu verfolgen.

„Bleiben Sie nicht zu Hause“
Die Katastrophenschutzbehörde appellierte an die Bewohner von Northland, East Cape und Great Barrier Island, sich in höher gelegene Regionen oder so weit wie möglich ins Hinterland zu begeben. „Bleiben Sie nicht zu Hause“, warnte die Behörde. Tausende seien auf der Flucht, berichtete die Zeitung „New Zealand Herald“. Das Blatt zitierte einen Anrainer: „Ich blicke auf das schöne stille Meer, und ich hoffe, dass nichts von da kommen wird. Wir müssen abwarten.“

Experten rechnen mit bis zu drei Meter hohen Wellen
Das Frühwarnsystem Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) warnte vor einem möglichen Tsunami. Experten rechneten mit ein bis drei Meter hohen Wellen. Die Warnung galt auch für Inselgruppen wie die Cook-Inseln, Fidschi, Neukaledonien, Tonga, Vanuatu und die Salomonen. Die Kermadec-Inseln, wo sich die beiden schwersten Beben ereigneten, gehören zu Neuseeland, sind aber Hunderte Kilometer von der Küste entfernt. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Informationen vor. Neuseeland hat insgesamt knapp fünf Millionen Einwohner.

„Hoffe, allen geht es okay da draußen“
Berichten zufolge sollen die Erschütterungen des ersten Erdbebens in der Nacht in der ganzen Region zu spüren gewesen sein, auch in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch. Knapp zwei Stunden danach hätten bereits 60.000 Menschen dem örtlichen Monitoring-System GeoNet gemeldet, das Beben gespürt zu haben, so der „New Zealand Herald“. „Hoffe, allen geht es okay da draußen“, schrieb Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, „vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen.“

Zuvor bereits zwei Beben
Wenige Stunden zuvor waren in der Pazifik-Region bereits zwei Beben der Stärke 7,4 and 6,9 verzeichnet worden. Diese hatten ebenfalls eine Tsunami-Warnung ausgelöst, die später aber wieder aufgehoben wurde. Erst vor drei Wochen hatten sich die Behörden für Neuseeland zwischenzeitlich auf einen möglichen Tsunami eingestellt, dann aber rasch Entwarnung gegeben. Damals hatte sich im Pazifik rund 415 Kilometer östlich von Neukaledonien ein Beben der Stärke 7,7 ereignet. Verletzte oder größere Schäden wurden nicht gemeldet.

Quelle: APA

Franz Hollauf
Franz Hollauf
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