Heimschwäche: Der Liebenauer "Bunker" verbreitet in der Liga keineswegs Angst und Schrecken. In 13 Anläufen gab's sechs Siege - mit dem 5:2 am Sonntag über die Linzer vermieden die 99ers in der Heimtabelle noch den letzten Platz, sind vor Jesenice Neunter. Völlig konträr dazu läuft es in der Fremde wie am Schnürchen - Rang zwei!
Rückfall: Mit 20 Siegen bei nur sieben Niederlagen hatten die 99ers im Vorjahr nach 27 Runden 43 Punkte am Konto und lagen an der Tabellenspitze. Heuer sind's 15 weniger und Rang fünf.
Powerplay: Das alte Lied von der Überzahlschwäche der Grazer setzt sich auch heuer munter fort. In 239 Powerplay-Minuten trafen Markus Peintner & Co. nur 21 Mal ins Schwarze - Minusrekord in der Liga.
Zuschauer: Dass die Fans die Eishalle stürmen, kann man nicht unbedingt behaupten, aber der Schnitt ist mit 2.064 pro Spiel durchaus okay. Der "Magnet" (6.469 pro Match) heißt Zagreb.
Vielfalt: 17 verschiedene Spieler haben sich bisher in die Torschützenliste der 99ers eingetragen. Mit Mike Ouellette (12) und Warren Norris (11) schaffte es ein Legionärs-Duo immerhin auch schon in den zweistelligen Bereich.
Dauerläufer: Ein Match dauert an sich 60 Minuten, dennoch bringt es 99ers-Keeper Fabian Weinhandl auf einen Schnitt von 60:29 Minuten - die Verlängerung macht's möglich. Damit ist er ganz klar der "Marathonmann" der Liga. Trotz einer starken Fangquote (90,29 Prozent) ist Weinhandl nur Elfter von 18 Goalies.
Böse Buben: Gerade in dieser Saison ein brisantes Thema, nachdem Andrej Hebar (Laibach, bis Saisonende gesperrt), Rafael Rotter (Vienna, 16 Partien) und Bobby Lukas (Linz, 12 Spiele) lange Strafen erhielten. Von solchen Nachdenkpausen blieben die 99ers bisher verschont. Der interne "Spitzenreiter" heißt Patrick Harand, der pro Match 2:40 Minuten in der Kühlbox ausharren muss.
Weniger ist mehr: In einer Statistik sind die Graz 99ers im Spitzenfeld: In Unterzahl gelangen vier Tore - das macht Platz zwei hinter Villach.
von Alex Petritsch, "Steirerkrone"
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