22.02.2021 12:47 |

„Bitte um Geduld“

Größter Impfstoffproduzent fährt Exporte runter

Die nächste Hiobsbotschaft zu Impfstofflieferungen gegen das Coronavirus ist nun aus Indien gekommen - der größte Hersteller von Vakzinen, das Serum Institute of India hat angekündigt, seine Exporte herunterzufahren. Das Unternehmen sei angehalten worden, dem eigenen Land Vorrang zu geben.

Der Chef der Firma, Adar Poonawalla, wandte sich in einem Tweet an Staaten und Regierungen. „Ich bitte Sie in aller Bescheidenheit um etwas Geduld, das Serum Institute of India wurde angewiesen, die enormen Bedürfnisse Indiens zu priorisieren und gleichzeitig die Bedürfnisse des Rests der Welt abzuwägen. Wir versuchen unser Bestes.“

Die Firma produziert eigenen Angaben zufolge rund die Hälfte aller Impfstoffe weltweit. Unter dem Namen Covishield wird dort auch der Impfstoff von AstraZeneca hergestellt. Es wurden schon einige Länder im Ausland versorgt, darunter Brasilien, Mexiko und Kanada, schreibt das Onlineportal thehindu.com. Zuletzt kündigte Indien auch „ein Geschenk von 200.000 Dosen“ Impfstoff an, das für etwa 90.000 Soldaten reichen soll. 

Indien will 300 Millionen Menschen bis Sommer impfen
Doch Indien als zweitbevölkerungsreichstes Land der Welt hat selber ambitionierte Impfpläne. Bis zum Sommer will es rund 300 Millionen Menschen immunisieren. Die Anzahl der Neuinfektionen ist zwar auf einem relativ niedrigen Niveau, allerdings gab es in einigen Regionen wieder einen Anstieg - wie beispielsweise in der Millionenmetropole Mumbai. Auch die ansteckenderen Virusvarianten aus Großbritannien, Brasilien und Südafrika haben das Land bereits erreicht.

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