21.02.2021 17:09 |

Verursacher unklar

Israel sperrt wegen Ölpest Mittelmeerstrände

Israel hat am Sonntag nach einer schweren Ölverschmutzung seine Mittelmeerstrände für Besucher geschlossen. Die Menschen wurden aufgerufen, nicht schwimmen zu gehen und nicht am Strand Sport zu treiben. Die Umweltverschmutzung könne die Gesundheit gefährden, hieß es zur Erklärung.

In den vergangenen Tagen hatte eine Ölpest an Israels Stränden schweren Schaden angerichtet. Besonders betroffen war die Tierwelt, zahlreiche Meerestiere wie Schildkröten (Bild unten) waren mit einem schwarzen, klebrigen Film bedeckt. Ein toter, junger Finnwal wurde an den Strand gespült.

Nach israelischen Medienberichten waren vor Israels Küste Dutzende Tonnen Öl ins Meer gelaufen. Der Grund war zunächst unklar. Tausende von Freiwilligen halfen am Wochenende bei Reinigungsaktionen an den Stränden mit.

Schlimmste Naturkatastrophe seit Jahren
Mehrere von ihnen klagten jedoch nach Medienberichten später über Unwohlsein. Wohl auch deshalb beschloss Israel am Sonntag nun, seine Mittelmeerstrände für Besucher zu sperren. Die Bürger wurden unter anderem auch via Twitter aufgerufen, nicht schwimmen zu gehen und nicht am Strand Sport zu treiben. Die Umweltverschmutzung könne die Gesundheit gefährden.

Schaul Goldstein, Vorsitzender der israelischen Natur- und Parkbehörde, sprach von der schlimmsten Naturkatastrophe seit Jahren.

Israels Regierungschef Benjamin Netanyahu besuchte am Sonntag den Strand nahe der Hafenstadt Aschdod. Er sagte, das Umweltministerium werde einen Plan zur Säuberung der Strände ausarbeiten. Man habe in Gesprächen mit dem südlichen Nachbarland Ägypten vorgeschlagen, dass Schiffe im Mittelmeer künftig mit umweltfreundlichem Treibstoff ausgestattet werden.

Quelle: APA/dpa

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