19.02.2021 14:43 |

Untreue-Vorwürfe

Nach Anklage: ÖVP lässt Himmer nicht fallen

Seit Tagen schießt sich die ÖVP wegen Ermittlungen gegen Finanzminister Gernot Blümel auf die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft ein. Nur leise Kritik übt die Volkspartei hingegen an der Staatsanwaltschaft Wien, die Bundesrat Harald Himmer anklagt. Fallen lässt ihn die ÖVP aber nicht.

„Bonzen quälen, Himmer wählen“ – mit diesem Slogan warb der Wiener ÖVP-Bundesrat Harald Himmer im Nationalratswahlkampf 1990 um die Gunst der Wähler. Dass sich Himmer demnächst just wegen Untreue vor Gericht wird verantworten müssen – die „Krone“ berichtete über die rechtskräftige Anklage der Staatsanwaltschaft Wien – sorgt für Spott und Häme.

Himmer, der die Vorwürfe bestreitet und für den die Unschuldsvermutung gilt, hat bislang nicht auf „Krone“-Anfragen reagiert. Auch von der ÖVP-Bundespartei und Wiens ÖVP-Chef Gernot Blümel gibt es keinen Kommentar. Stattdessen rückte Wiens ÖVP-Klubobmann Markus Wölbitsch aus, stellt sich hinter Himmer und zweifelt die Anklage indirekt an.

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Im Falle eines Bundesrates der ÖVP ist es natürlich Sache der ÖVP, hier die Schlüsse zu ziehen.

Sigrid Maurer

Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer meinte kürzlich, dass Blümel als Finanzminister abtreten muss, sollte er angeklagt werden. Ob sie auch Himmers Rücktritt fordert? Dieser sei nicht Teil der türkis-grünen Regierung, deshalb sei es „Sache der ÖVP, hier Schlüsse zu ziehen“.

Sandra Schieder
Sandra Schieder
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