11.02.2021 12:02 |

Hype bald vorbei?

Facebook will sein eigenes „Clubhouse“ eröffnen

Der Erfolg der Smartphone-App Clubhouse ruft nach Twitter nun auch Facebook auf den Plan. Einem US-Bericht zufolge wies das soziale Netzwerk Mitarbeiter an, eine eigene Version der populären Audioplattform zu entwickeln, die bisher nur für Apple-Nutzer und auf Einladung verfügbar ist. Für Clubhouse könnte der Hype um seine App damit schneller wieder vorbei sein als gedacht.

Die Nutzer der im vergangenen Frühjahr in den USA von der Firma Alpha Explorations entwickelten App können per Audio verschiedene „Räume" besuchen, in denen Menschen miteinander reden oder einfach zuhören können. In der durch massive Einschränkungen der persönlichen Kontakte geprägten Corona-Ära hat die App mit dem schlichten Fokus auf Sprache eine Nische getroffen - Textnachrichten, Fotos oder Videos gibt es bei Clubhouse nicht. Zudem suggeriert die App den Nutzern ein Gefühl von Exklusivität, denn die Plattform kann bislang nur nutzen, wer eine persönliche Einladung durch einen bereits registrierten Nutzer erhält.

Facebook „lotet neue Wege aus“
Mit der Exklusivität könnte es allerdings schon bald vorbei sein. Denn nachdem Twitter am Mittwoch bereits angekündigt hatte, den Testlauf seines ähnlichen Angebots Spaces auf mehr Nutzer auszuweiten, will laut einem Bericht der „New York Times“ nun auch Facebook möglichst schnell mit einem entsprechenden Audioformat nachziehen. Das soziale Netzwerk ist schließlich bekannt dafür, populäre Funktionen anderer Social-Media-Dienste in seinen Apps nachzuahmen.

Eine Facebook-Sprecherin sagte der Zeitung, der Internetkonzern verbinde seit „vielen Jahren“ Menschen über Audio- und Videotechnologie miteinander. Dabei lote Facebook stets neue Wege aus, um dieses „Erlebnis“ für die Nutzer zu verbessern.

„Hyperelitäres Medium für Pseudo-Intellektuelle“
Mit der schnellen Einführung eines vergleichbaren Angebots für die weltweit rund 2,8 Milliarden Facebook-Nutzer könnte das soziale Netzwerk Clubhouse jedenfalls den Wind aus den Segeln nehmen. Manch einer glaubt ohnehin nicht an einen längerfristigen Erfolg der App. Die deutsche Schauspielerin Sophia Thomalla bezeichnete Clubhouse jüngst als „ein möchtegern-hyperelitäres Medium für Pseudo-Intellektuelle“. Sie halte von der App jedenfalls „nix“.

Quellen: APA/AFP

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