Coup misslang

Bande schlug zu: Foyer gesprengt, Bankomat intakt

Niederösterreich
09.02.2021 13:00
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Eine laute Explosion riss in der Nacht auf Sonntag die Anrainer der unbesetzten Raika-Filiale in Klausen-Leopoldsdorf im Bezirk Baden aus dem Schlaf. Unbekannte Kriminelle hatten gegen 2 Uhr versucht, das Bankomat-Gerät mit unbekanntem Sprengstoff zu knacken – das misslang aber. Die Täter konnten flüchten. Ermittler tippen auf Profi-Kriminelle.

Eine Heerschar an Ermittlern ist auch nach dem Wochenende mit dem Tatort in Klausen-Leopoldsdorf beschäftigt. Vermutlich gut vorbereitete Täter dürften in der Nacht auf Sonntag in die örtliche Raika-Filiale eingestiegen sein, deponierten dann Sprengstoff am Geldausgabe-Gerät und brachten diesen kontrolliert zur Detonation. Ihr Pech nur, dass der Bankomat die Explosion überstand und „nur“ das Foyer in Stücke gerissen wurde. Die Fahnder des Landeskriminalamts gehen trotz „dilettantischer Arbeit“ von ausländischen Profis aus.

Für die Raiffeisen-Regionalbank Mödling hört die „Seuchensaison“ also somit noch lange nicht auf. Erst im Vorjahr war man ja, wie berichtet, auch das Ziel von dreisten Betrügern geworden, die bei ihrem Coup mehrere Schließfächer der Kunden leer geräumt hatten. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Josef Poyer, Kronen Zeitung

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