03.02.2021 10:24 |

Stück Normalität

Für Veranstaltungen würde viel akzeptiert werden

Die Österreicher sehnen sich nach Normalität und Abwechslung - und dafür sind sie bereit einiges an Schutzmaßnahmen mitzutragen, wie eine neue Umfrage zeigt. Demnach würden mehr als zwei Drittel einen Schnelltest vor Ort in Kauf nehmen, um wieder Konzerte, Musicals und Co. besuchen zu können. 85 Prozent gaben zudem an, dass Absagen und Verschiebungen sie im Freizeitverhalten einschränken.

Besonders viel Verständnis bringen die Umfrageteilnehmer für einen fix zugewiesenen Sitzplatz bei Indoorveranstaltungen auf (94 Prozent), auch die Einhaltung von Mindestabständen wird von 89 Prozent akzeptiert. Längere Wartezeiten beim Einlass sind für 86 Prozent kein Problem, wobei die Hälfte davon sogar eine Stunde zusätzlich in Kauf nehmen würde. Drei Viertel haben außerdem kein Problem mit der Erhebung von Besucherdaten beim Verkaufsprozess oder dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, wenn der Sitzplatz verlassen wird.

Was Testungen betrifft, so war neben der Durchführung vor Ort auch das Vorzeigen eines negativen Covid-19-Tests, der nicht älter als 48 Stunden ist, bei der Umfrage (16.595 befragte Personen) vom Institut Ipsos im Auftrag von oeticket Thema. Das wurde von immerhin 60 Prozent als akzeptabel eingestuft. Für 57 Prozent wäre es zudem in Ordnung, während der gesamten Veranstaltungszeit einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Impfung schon etwas kritischer
Deutlich kontroverser wurde hingegen das Nachweisen einer Corona-Impfung beurteilt. Hier halten sich Befürwortung und Ablehnung mit 49 zu 51 Prozent annähernd die Waage. Erfragt wurde schließlich auch noch die allgemeine Impfbereitschaft: Hier gaben 47 Prozent an, sich so bald wie möglich impfen lassen zu wollen, weitere 21 Prozent stehen dem offen gegenüber, wollen aber noch einige Zeit zuwarten. Eher nicht bzw. auf keinen Fall wollen sich 11 respektive 17 Prozent der Befragten impfen lassen.

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Nicht nur die Branche leidet unter dem fast zehn Monate anhaltenden Veranstaltungsstillstand, auch die Menschen.

oeticket-Geschäftsführer Christoph Klingler

Bereitschaft zu Maßnahmen gibt „Zuversicht“
„Nicht nur die Branche leidet unter dem fast zehn Monate anhaltenden Veranstaltungsstillstand, auch die Menschen“, so oeticket-Geschäftsführer Christoph Klingler. „Das zeigt sich in der überdurchschnittlich ausgeprägten Bereitschaft gegenüber Präventionsmaßnahmen.“ Die Menschen sind seiner Ansicht nach bereit, „Verantwortung zu übernehmen und Maßnahmen mitzutragen, damit Live-Entertainment wieder stattfinden kann. Diese positive Grundstimmung gibt Zuversicht und sollte auch die Regierung zu entsprechenden Schritten bewegen.“

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