„Piste viel eisiger“

Märchenwiese? Flachau reagiert auf Feller-Kritik

Wintersport
15.01.2021 19:50

Flachau reagiert auf den „Märchenwiese“- Sager von Manuel Feller und verspricht den Slalom-Herren eine absolut weltcupwürdige Piste für die beiden Ersatzrennen am Wochenende. „Die Herren erwartet eine Top-Piste, die um vieles eisiger ist als bei den Damen“, versicherte Rennleiter Martin Traninger den Slalomartisten. 

Der ÖSV-Läufer aus Tirol hatte die Hermann-Maier-Weltcupstrecke, auf der zuletzt stets Damen-Nachtslaloms gefahren wurden, im Vorfeld als „Märchenwiese“ bezeichnet. In Flachau ist deshalb aber niemand sauer auf Feller. „So kennen wir ihn. Er ist für seine Aussagen bekannt, hier ist ihm deshalb absolut niemand böse“, betonte Traninger. „Ich bin sicher, er wird wieder eine Top-Leistung abliefern.“ Märchenfiguren werde man jedenfalls keine am Streckenrand aufstellen, ergänzte der Rennleiter schmunzelnd.

Manuel Feller (Bild: GEPA )
Manuel Feller

Flachau hat sich in der kurzen Zeit seit dem Damenrennen mächtig ins Zeug gelegt und einige Nachtschichte einlegen müssen, obwohl das Personal vom Damenrennen schon sehr müde gewesen sei, berichtete Traninger. „Als aber klar war, dass wir die Ersatzrennen von Wengen und Kitzbühel bekommen, war die Stimmung gleich wieder sehr positiv.“

Jedenfalls musste die Rennstrecke wegen der Niederschläge nach dem Damenrennen gleich zwei Mal komplett vom Neuschnee befreit werden, um dann in der Nacht auf Freitag bis kurz vor Mitternacht mit dem Sprühbalken behandelt werden zu können. Tiefe Temperaturen von bis zu 12 Grad minus halfen. Zuvor hatte man die Piste gewalzt und gleich darauf mit Ski geglättet, um die Feuchtigkeit im Schnee zu behalten. Traninger: „Das hat super funktioniert.“

(Bild: GEPA pictures)

Ins Rennen gehen die Herren allerdings vom Damenstart, weshalb die beiden Slaloms kurz und in punkto Länge am unteren Limit sein werden. Interessant wird, wie die schnelleren Herren mit den drei bis vier Meter hohen künstlichen Wellen zurechtkommen. Michelle Gisin hatte Dienstagabend in Lauf eins einmal so abgehoben, dass die Schweizerin danach vom „Schanzenrekord“ sprach. Österreichs Slalomherren trainierten am Freitag in Going bei ähnlich welligen Bedingungen.

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(Bild: KMM)



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