13.01.2021 12:50 |

NEOS-Anfrage ergab:

Parlament-Gebetsfeier kostete mehr als 10.000 Euro

Eine Gebetsfeier im österreichischen Parlament hatte kurz vor Weihnachten für Diskussionen im Hohen Haus gesorgt. Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) und das „Komitee des Nationalen Parlamentarischen Gebetsfrühstücks“ luden am Marienfeiertag zum Gebetskreis. Nun ergab die Beantwortung einer Anfrage der NEOS, dass die kleine Feier mehr als 10.000 Euro kostete. 

Insgesamt gab es zwei Anfragen an Sobotka, beide vom stellvertretenden NEOS-Klubchef Nikolaus Scherak. Er übte scharfe Kritik am Gebetskreis: „Unfassbar. Der Gebetsabend im Parlament kostete mehr als 10.000 Euro. Kosten für Mitarbeiter des Parlaments noch gar nicht eingerechnet. Sowas hat in einem säkularen Staat keinen Platz! Das Parlament ist keine Kirche!“, schrieb er auf Twitter.

Gesamtkosten von mehr als 10.000 Euro
Für die Veranstaltung wurde neben dem Personal der Parlamentsdirektion auch auf externe Dienstleister zurückgegriffen. Die Kosten dafür beliefen sich auf 10.352,84 Euro. Davon entfielen 5796 Euro auf die Produktion der Zuspieler und des Livestreams, 336 Euro auf Fotodienstleistungen und 4220,84 auf die Sicherheit, wie etwa Zutrittskontrollen.

Feiertagszuschlag für die Mitarbeiter
Hinzu kommen die Kosten der 22 Mitarbeiter der Parlamentsdirektion, die in die Vor- und Nachbereitungen sowie bei der Umsetzung der Veranstaltung involviert waren. Da die Gebetsfeier am 8. Dezember stattfand, fielen „zusätzliche Kosten für den Feiertagszuschlag an“. Der Stundenaufwand aller 22 Personen betrug 157 Stunden, wobei alleine für die Vorbereitung 83,5 Stunden anfielen.

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