In zweiter Phase

Corona-Impfung: Großkonzerne sind bereit

Wirtschaft
08.01.2021 13:58

Die österreichischen Großkonzerne stehen bereit, ab Februar in der zweiten Phase der Impfkampagne ihre Arbeiter und Angestellten zu immunisieren. Laut Wirtschaftskammer wäre es machbar, in rund 2400 Betrieben mehr als 500.000 Menschen zu impfen. Dies müsse praxistauglich und daher „so digital wie möglich“ funktionieren.

Die OMV, ein teilstaatliches Unternehmen, ist vorbereitet, die Impfdosen über die eigenen Betriebsärzte zu verimpfen. Die Beschaffung des Impfstoffes erfolge über die Bundesbeschaffungsagentur, der Bedarf sei bereits angemeldet worden. Ziel sei es, allen Beschäftigten eine Impfung anzubieten. Bei der Österreichischen Post, die ebenfalls zur kritischen Infrastruktur gehört, werden die Impfdosen mit der zweiten Welle der Impfungen erwartet. Die Struktur, um diese dann konzernintern zu verabreichen, sei ebenfalls vorhanden. Gleiches vermeldet auch die teilstaatliche Telekom Austria. Auch hier sei man in der Lage, die Impfungen selbst durchzuführen, wie dies schon bei der Grippeimpfung angeboten werde. Welche Mengen welchen Impfstoffes und auch Fragen der Logistik - Stichwort Kühlung - sei noch in Abklärung mit den zuständigen Behörden.

(Bild: APA/HANS PUNZ)

Auch bei der Autobahnholding Asfinag ist man mit der Bundesbeschaffungsagentur klärt man noch, wie viele Dosen benötigt werden. Zur Nadel greifen dann auch hier die Betriebsärzte. Und auch bei den ÖBB spritzen die Eisenbahner selbst, die Impfstoffzustellung werde durch die Behörden erfolgen. Beim Zuckerkonzern Agrana wird ebenfalls hausintern die Möglichkeit zur Impfung angeboten, derzeit wird der Bedarf erhoben. Der Diskonter Hofer arbeitet mit Wirtschaftskammer und Handelsverband an einer Möglichkeit, auf betrieblicher Basis den Impfstoff zu verabreichen. Auch Rewe (Billa, Adeg, Bipa, Merkur) verweist darauf, dass man als Teil des Lebensmittelhandels als kritische Infrastruktur eingestuft werde und für die Impfphase von Februar bis April vorgesehen sei. Gespräche über die Zuteilung würden stattfinden.

(Bild: Andi Schiel)

Der Stromkonzern Verbund will ebenfalls auf betrieblicher Ebene impfen. Man bereite sich darauf vor, als Teil der kritischen Infrastruktur gemäß der Impfstrategie im Zeitrahmen Februar bis April eine Zuteilung zu erhalten. Der Energieanbieter EVN lässt wissen, man sei als Unternehmen der kritischen Infrastruktur im Impfplan der Regierung in Phase II vorgesehen und habe für etwa 60 Prozent der Mitarbeiter einen Impfstoffbedarf über die Wirtschaftskammer bei der Bundesbeschaffungsgesellschaft eingemeldet. Die Umsetzungsdetails werden aktuell erarbeitet.

Das EVN-Fernheizkraftwerk in Neudorf-Werndorf (Bild: APA/HANS KLAUS TECHT)
Das EVN-Fernheizkraftwerk in Neudorf-Werndorf

Die Vienna Insurance Group (VIG) plant für ihre österreichischen Gesellschaften (VIG, Wiener Städtische, Donau Versicherung) Impfungen für die Mitarbeiter durchzuführen und hat im Dezember 2020 Erhebungen über die benötigten Impfmengen abgeschlossen. In den nächsten Tagen werde der Bedarf an Impfmengen eingemeldet, derzeit stehe noch nicht fest, wann mit einer Zuteilung der Impfstoffe gerechnet werden kann. Auch sei nicht sicher, welche Impfstoffe zur Verfügung gestellt würden. Auch die Raiffeisen Bank International (RBI) tüftelt an ihrer Impfstrategie. Bei der Wirtschaftskammer sei bereits der Bedarf angemeldet worden.

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