Ausschankverbot

Wutwirte fordern Öffnung: „Wir haben es satt“

Österreich
07.01.2021 06:00

Aufsperren, wieder zusperren - die Nachricht von der Verlängerung des Lockdowns stößt den heimischen Gastronomen und Hoteliers sauer auf. „Ich will endlich aufsperren, es geht dabei nicht nur um die Gastronomen, sondern auch um die vielen Zulieferer, die es genauso hart trifft“, wettert der Wiener Wirt Herbert Hausmair.

Ihn erinnert das Ganze an einen Kindergarten. „Politiker führen sich auf wie Kinder in der Sandkiste, die sich gegenseitig den Bagger wegnehmen“, so Hausmair weiter. Er möchte seine Gaststube sofort öffnen. Die Hilfszahlungen seien zwar gut und wichtig, aber: „Ich will wirtschaften!“

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Politiker führen sich auf wie Kinder in der Sandkiste, die sich gegenseitig den Bagger wegnehmen.

Wirt Herbert Hausmair möchte wieder Gäste empfangen.

Die Unternehmer sind dafür bereit, einiges für einen reibungslosen Ablauf zu übernehmen. So plädieren viele Wirte und Hoteliers für laufende Tests ihrer Mitarbeiter und sind dafür, dass ihr Personal beim Impfen vorgezogen wird.

Das ständige Hin und Her hat auch Karin Rosenberger-Gruber vom Babenbergerhof und der Donau Lodge in Ybbs (NÖ) satt. Sie hofft auf die schnelle Einkehr der Normalität.

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Es kommt nicht ganz überraschend, aber wir haben es satt. Denn es trifft uns und unsere 30 Mitarbeiter hart. Wir nehmen das zur Kenntnis und hoffen, dass wir danach sofort wieder öffnen können und Normalität einkehrt.

Karin Rosenberger-Gruber, Wirtin und Ho­te­li­è­re (NÖ)

Karin Rosenberger-Gruber, Wirtin und Ho­te­li­è­re (Niederösterreich) (Bild: Crepaz Franz)
Karin Rosenberger-Gruber, Wirtin und Ho­te­li­è­re (Niederösterreich)

Endlich Klarheit erhofft sich Bernhard Pranger für seine Betriebe in Rudersdorf (Burgenland) und Fürstenfeld (Steiermark). Das Geld aus den Fördertöpfen habe zwar einiges aufgefüllt, was man verloren hat. „Doch ich finde es erschreckend, dass wir derzeit hauptsächlich damit beschäftigt sind, zu schauen, ob die Entschädigungen am Konto eingelangt sind, damit wir überleben können“, übt der Burgenländer Kritik.

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Es ist nicht die Aufgabe eines Wirtes, von Entschädigungen zu leben. Das ist nicht unser Kerngeschäft. Wir möchten lieber öffnen.

Bernhard Pranger, Rudersdorf (Bgld.)

Bernhard Pranger, Rudersdorf (Burgenland) (Bild: Christian Schulter)
Bernhard Pranger, Rudersdorf (Burgenland)

Er möchte ebenfalls so bald wie möglich seine Gäste mit neuen Ideen überraschen.

Martina Münzer und Oliver Papacek, Kronen Zeitung

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