06.01.2021 05:55 |

Wollen Mut machen

Österreichs Geimpfte: „Wir leben gut mit dem Piks“

Sie gehören zu den Menschen, die als Erste die Impfung gegen das Coronavirus erhielten. Die „Krone“ fragte nach, wie es ihnen nun geht.

Problemlos, gar nix, nada - selbst wir waren über diese Einigkeit bei der Antwort auf die Frage nach Beschwerden quer durch das Land überrascht. Lediglich Sabine Wimmer aus dem Bezirksalten- und -pflegeheim Sierning in Oberösterreich berichtet über eine junge Kollegin, die in der Nacht nach dem Piks leichtes Fieber gehabt habe. „Sonst wurde die Impfung gut vertragen - und wir haben hier bis zu 100-jährige Bewohner. Das soll ruhig Mut machen.“ Das Haus hatte mit Corona zu kämpfen: „So ein Jahr möchte ich nicht mehr erleben, es war sorgenvoll, anstrengend.“

„Möchte, dass alle wieder zu mir kommen können“
Konsens herrscht unter den Befragten auch darüber, dass Impfen wichtig sei: „Da braucht man nicht lange zu überlegen“, meint etwa Gerti Pall aus Graz, „da geht es ja nicht nur darum, dass man selbst nicht krank wird.“ „Wenn ich ehrlich bin“, verrät uns die 88-jährige Kammerschauspielerin aus dem Grazer Pensionistenwohnheim Aigner-Rollett am Rosenhain, „hab ich ein bisserl Angst vor Nadeln.“ Geimpft werden wollte sie trotzdem sofort: „Ich dachte nur, hoffentlich sticht er nicht daneben. Wissen Sie, ich habe zwei Neffen, die sind wie Söhne für mich - und die haben auch Kinder. Und ich möchte, dass alle wieder zu mir kommen können.“

„Nicht impfen ist Unsinn“
Herbert Leitner (91) ist im Seniorenwohnhaus Liefering in Salzburg zu Hause. Er hatte keine Probleme nach dem Piks: „Überhaupt nichts. Ich spüre nicht, dass je was anders gewesen wäre.“ Leitner hat Enkerln, Urenkel. Was er ihnen wegen der Impfung sagt? „Es gibt nur einen Weg - impfen! Nicht impfen ist Unsinn.“ Und ganz generell macht er Hoffnung: Es werde wieder besser werden, ist er sich sicher, „aber es wird halt dauern“.

Sein Bild mit dem Siegeszeichen bei der Impfung ging um die Welt: Virologe Christoph Wenisch hat nach dem Piks ein Impftagebuch auf Twitter geführt - nach sieben Tagen nur noch wöchentlich, denn „es wird fad, täglich zu sagen, dass alles gut ist“.

„Alles tadellos“, resümiert Rosina Bortunek (83) aus dem Caritas-Haus St. Barbara in Wien. „Ich hab‘ nicht lang überlegt, ich war gleich dafür.“ Ebenso Mitarbeiterin Helena Rohacova (41): „Ich hoffe, dass wir durch die Impfung wieder zu einem normalen Leben zurückkommen.“

„Wir würden die Impfung empfehlen“
„Gut geht’s mir“, sagt Elfriede Höllriegel (86), und ihre Mitbewohnerinnen Christine Dietl (89) und Maria Krumpel (95) aus dem Caritas-Pflegeheim St. Elisabeth in St. Pölten (NÖ) nicken ebenfalls.

„Von Nebenwirkungen war nichts zu spüren“, berichtet Mitarbeiterin Marlene Schagerl. Darüber, ob sie die Impfung denn empfehlen würden, sind sich die Damen einig: „Ja!“ Wobei Dietl extra betont: „Jeder muss und soll das selbst für sich entscheiden.“

Kronen Zeitung/krone.at

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