Fünf Patienten

Erste Corona-Impfung am Sonntag an MedUni Wien

Politik
23.12.2020 10:09

Fünf Patientinnen und Patienten werden am Sonntag um 9 Uhr an der MedUni Wien gegen das Coronavirus geimpft. Das erfuhr die „Krone“ vorab aus Regierungskreisen, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) gab dies schließlich am Mittwochvormittag bei einer Pressekonferenz der Regierung gemeinsam mit Medizinern bekannt.

Durchgeführt wird die Impfung von Prof. Ursula Wiedermann-Schmid, Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Vakzinologie und Ärztliche Leiterin der Spezialambulanz für Impfungen, Reise- und Tropenmedizin an der Medizinische Universität Wien, und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Ursula Wiedermann-Schmidt, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Markus Gstöttner (Kabinett des Bundeskanzlers) und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres (Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), Ursula Wiedermann-Schmidt, Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP), Markus Gstöttner (Kabinett des Bundeskanzlers) und Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres

Fünf Patienten ausgewählt
Die fünf Patientinnen und Patienten, die die erste Impfung erhalten, wurden von Wiedermann-Schmid ausgewählt. Es sind fünf Personen, die der Zielgruppe der Phase 1 der Impfung entsprechen, also etwa Bewohner von Senioren- und Altenpflegeheimen, Personen über 80 Jahre oder Personal mit besonders hohem Ansteckungs- und Verbreitungsrisiko in medizinischen Einrichtungen.

Probanden sind Risikopatienten und alle über 80
Konkret handelt es sich dabei um Patientinnen und Patienten der Spezialambulanz, die aufgrund ihres hohen Alters bzw. auch aufgrund von Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, erklärte Wiedermann-Schmid. Sie betonte, die Probanden hätten sich freiwillig gemeldet.

Impfdosen werden am 26. Dezember geliefert
Rund eine Million Dosen von Hersteller Biontech/Pfizer sind für Österreich bestimmt. Die ersten Lieferungen kommen am 26. Dezember bei Passau über die Grenze, ab 27. Dezember werden sie vom Bundesheer über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Im Jänner stehen 240.000 Dosen, im Februar 332.000 und im März 375.000 Dosen zur Verfügung. Danach hoffe man auf weitere Impfstoffe anderer Anbieter, sagte Kurz. Die Tranchen werden möglichst gerecht auf ganz Österreich verteilt, um ein gleichmäßiges Verimpfen der Dosen zu garantieren.

(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Kurz: „Grund zur Freude“
Kurz sagte dazu am Mittwoch, gerade die hohe Sterblichkeit bei älteren Menschen zeige, wie wichtig es sei, „mit der Impfung jetzt endlich einen Gamechanger zu haben“: „Nach einem sehr schwierigen Jahr ist das ein Grund zur Freude.“

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Die Impfung wird der Gamechanger, der Anfang vom Sieg über die Pandemie.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP)

„Jetzt haben wir die Chance, eine Wende zu erreichen“
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) sagte, ein „sehr herausforderndes“ Jahr gehe zu Ende: „Aber jetzt haben wir die ganz große Chance, die Wende zu erreichen.“ 18,5 Millionen Impfdosen seien bereits bestellt, die erste Vorlieferung sei bereits eingetroffen.

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Unsere Devise ist, mit der Impfung dorthin zu kommen, wo die Bürgerinnen und Bürger zu Hause sind.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne)

Wie in der Impfstrategie vorgesehen, wird in den Alters- und Pflegeheimen gestartet - „hier haben wir einfach die vulnerabelste Gruppe“, so Anschober. Zudem wird weiters in Arztpraxen, Betrieben, aber auch in Impfstraßen in Wohngegenden geimpft werden: „Unsere Devise ist, mit der Impfung dorthin zu kommen, wo die Bürgerinnen und Bürger zu Hause sind.“

(Bild: APA/ROLAND SCHLAGER)

Kosten für Impfung „sind keine Frage“
Angesprochen auf die möglichen Kosten der Impfung betonte Kurz: „Es wäre absurd, hier zu sparen. Die Pandemie verursacht so viel Leid und wirtschaftlichen Schaden. Die Frage, was kostet eine Impfung, kann daher kein Grund sein. Wir werden alles einsetzen, was wir können.“

Auch Ärztekammer-Präsident Szekeres betonte, dass die Impfung ein „Gamechanger“ sei, solange es kein Medikament gibt, mit dem schwere Verläufe von Covid-19-Infektionen verhindert werden können. Der Impfstoff ist sicher, sagte Szekeres, er wurde „schon an zigtausend Menschen ausprobiert“.

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