Fußball

Dicke Luft bei Rapid

Kühbauer in der Kritik: „In den Dreck gezogen“

Binnen einem Monat hat Rapid viel an Kredit verspielt, Trainer Didi Kühbauer gerät in die Kritik. Die Liga-Bilanz der Hütteldorfer ist noch gut - aber stimmt die Entwicklung? „Bei Rapid muss man damit leben, dass alles in den Dreck gezogen wird“, sagt der Coach.

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„Sie sollten in der Kabine das Pfeifkonzert einspielen, das ihnen jetzt im Stadion blühen würde.“ Einer von vielen Internet-Kommentaren nach Rapids 0:3 gegen WSG Tirol. So makaber es klingt, derzeit ist es kein Nachteil, dass auch in Hütteldorf keine Fans ins Stadion dürfen. Denn einige schießen sich jetzt auf Trainer Didi Kühbauer ein.

Was vor einem Monat noch undenkbar war. Da war Rapid in der Europa League (Molde zog Hoffenheim) dabei, in der Liga ungeschlagen, wurde LASK 3:0 besiegt, Salzburg ein 1:1 abgerungen. Dann ging’s bergab.

Und dennoch: 21 Punkte wie letzte Saison nach der Hinrunde, die beste Bilanz seit 2015, bedeuten dennoch „nur“ vier Zähler Rückstand auf die heuer nicht so souveränen Salzburger. Noch wäre Grün-Weiß dran. „Aber bei Rapid muss man damit leben, dass alles in den Dreck gezogen wird“, sagt Kühbauer. „Wichtig ist, im Klub ruhig zu analysieren.“

Klar, viele Ausfälle, das irre Programm – alles offensichtlich. Kurios ist aber, dass Rapids neue Stärke jetzt eine Schwäche ist. Unter Kühbauer wurde Rapid variabler, oft wird im Spiel das System geändert. Nur fehlt jetzt – wenn man zur Rotation gezwungen ist – eine Grundordnung, eine klare Spiel-Philosophie, an der sich die Jungen orientieren, festhalten können. Dazu noch die stümperhaften Patzer bei den Standards.

Im Sommer läuft Kühbauers Vertrag aus, jetzt scheint eine Verlängerung kein Formalakt mehr. Die Klub-Spitze um Sportchef Zoki Barisic muss analysieren, ob sie eine Entwicklung sieht, wofür Rapid stehen will. Die Köpfe rauchen. Ein Cup-Sieg morgen in Salzburg würde da nicht schaden. Bei Rapid geht‘s ja oft (zu) schnell ...

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