Umständlich verliebt

Jennifer Aniston sucht den idealen Samenspender

Kino
10.11.2010 15:38
In "Umständlich Verliebt" spielt Jennifer Aniston wieder einmal in einer romantischen Komödie und bleibt ihrem Rollenbild treu. Die zentrale Figur des Films ist allerdings Jason Bateman als neurotischer Aktienhändler und bester Freund.

Kassie ist Anfang 40 und Single, als sie beschließt, sich künstlich befruchten zu lassen. Hier könnte man durchaus Parallelen zu Anistons wahrem Leben ziehen, da sie schon seit längerem davon spricht, Mutter werden zu wollen. Kassies bester Freund Wally (Jason Bateman) sieht sich zunächst als einzigen Kandidaten dafür, doch muss er feststellen, dass Kassie bereits auf der Suche nach dem passenden Spender befindet. 

Wally, der seine Gefühle für Kassie schon lange unterdrückt, müsste an dieser Stelle der Geschichte nur den Mut aufbringen, ihr diese zu gestehen. So einfach könnte es im wahren Leben gehen, doch in "Umständlich Verliebt" muss noch viel Zeit vergehen, damit es dazu kommt.

Ein passender Spender ist mit dem verheirateten und charmanten Roland (Patrick Wilson) bald gefunden. Roland ist ein einfach gestrickter Kerl und steht im Film für alle Attribute, die Wally fehlen. Er ist selbstbewusst, sportlich und ein echter "Frauenversteher". Bei einer von Kassies bester Freundin Debbie (Juliette Lewis) veranstalteten "Befruchtungsparty" stellt der enttäuschte Wally verhängnisvolle Weichen, die sein Leben für immer verändern. 

Alkohol und Wallys Unterbewusstsein sorgen aber dafür, dass er sich zunächst an nichts mehr erinnern kann. Er überspringt die Erinnerung an alles, damit er sich erneut nicht der Wahrheit stellen muss. Nämlich der Tatsache, sein Sperma gegen das von Roland ausgetauscht zu haben. Kassie verlässt New York und kehrt sieben Jahre später mit ihrem Sohn Sebastian (Thomas Robinson) nach New York zurück. Zwischen Wally und Sebastian entsteht sehr bald eine innige Beziehung. Wally reagiert aber zunehmend erstaunt und verwirrt, als er merkt, wie ähnlich Sebastian ihm ist. 

Das sagt "Krone"-Kinoexpertin Christina Krisch zum Film: Da wird ein potenter Beau bei einer Schwangerschaftsparty unter Mädels begutachtet, während sein Lendensaft längst im Badezimmertiegelchen oxidiert. Dass Wally beschließt, den befruchtenden Inhalt des Schälchens gegen seine eigenen Körperflüssigkeiten auszutauschen, ist nur ein weiterer - kruder - Schritt. Zur (un)heimlichen "Papawerdung" panscht man einen Hauch "Sex and the City" und Jeff Goldblum mimt den chaotischen Kumpel des finalen Spenders, der - wenig hilfreich - auf lustvolle Vielweiberei setzt. Streckenweise schlichtweg peinlich und nicht übermäßig originell.

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