Corona-Situation ernst

Anschober: Hinter Todeszahl „steht Leid, Trauer“

Österreich
04.12.2020 12:24
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Von krone.at

Auch wenn die Zahl der Neuinfektionen am Freitag erneut unter der 4000er-Marke lag, sei sie dennoch weiterhin „viel zu hoch“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Freitag. Selbiges gilt auch für die Zahl der Todesfälle, sowohl diese als auch die Zahl der neuen Fälle gelte es weiter zu senken. Auch erinnerte Anschober bezüglich der Zahl der Todesopfer: „Das ist nicht nur eine Zahl, das ist viel mehr. Denn hinter dieser Zahl stehen Angehörige, steht Schmerz und Leid, steht Trauer.“

Eine drastische Verringerung der Zahlen in den kommenden zwei Wochen sei daher geboten, betonte Anschober. Die genaue Analyse der Zahlen vom Freitag würden zeigen, dass es zumindest eine Woche braucht, dass nach den Neuinfektionen auch die Zahl der Aufnahmen in den Normalstationen zu sinken beginnt. Danach brauche es erneut zumindest eine Woche, bis die Zahl der schwer erkrankten Patienten auf den Intensivstationen sinke. Erst nach einer weiteren Verzögerung gilt selbiges auch für die Zahl der Todesfälle.

Diese war auch am Freitag wieder überaus hoch - so starben seit Donnerstag 113 weitere Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren. Dass diese Zahl sinke, sei „derzeit unser Hauptziel“, betonte der Gesundheitsminister. „Das ist nicht nur eine Zahl, das ist viel mehr. Denn hinter dieser Zahl stehen Angehörige, steht Schmerz und Leid, steht Trauer. Wir müssen das mit allen Mitteln verringern. Dazu muss die Zahl der Neuinfektionen drastisch verringert werden.“

Hospitalisierungszahl um 9,65 Prozent in sieben Tagen gesunken
Die Zahl der Hospitalisierungen sank in den vergangenen sieben Tagen um 9,65 Prozent. „Die Situation in den Intensivstationen ist jedoch nach wie vor von einer starken Überlastung geprägt. Wir müssen das Ziel erreichen, bis Weihnachten die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten in den Intensivstationen in Richtung 200 abzusenken. Erst dann kann die Überlastung so stark verringert werden, dass ausreichend Ressourcen für ein Nachholen der jetzt verschobenen Operationen geschaffen werden können“, so der Gesundheitsminister. 

Auch die nahende Grippesaison verschärft die Lage und bedeute eine „hohe zusätzliche Belastung in den Intensivstationen“. „Umso wichtiger ist es, dass die schrittweise Öffnung nach dem Lockdown ab Montag sehr vorsichtig und mit großem Verantwortungsgefühl aller verwirklicht wird. Denn es geht um die Gesundheit und auch um das Leben vieler“, erklärte Anschober. 

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