Eferdinger Becken

Absiedelungswillige müssen ohne Förderung bleiben

Für 178 Wohngebäude gibt’s in der Hochwasserzone des Eferdinger Beckens erst gar keine Absiedelungsangebote. Weil bis auf Walding keine einzige Gemeinde die zusätzlich ausgewiesenen Schutzzonen umgewidmet hat. Aus der ersten Phase des Absiedelungsprojekts, die heuer zu Ende geht, nahmen 72 der 155 Hausbesitzer die Förderung an und sind weggezogen.

Das Traditionsgasthaus Rodlhof in Ottensheim ist eines der letzten Gebäude, das abgerissen wird. Dessen Besitzer hatten sich nach der Flut von 2013 zum Weggehen entschlossen. In dieser ersten Phase bekamen 155 Eigentümer in der „gelben Zone“ ein Absiedelungsangebot in der Höhe von 80 Prozent des Schätzwertes. 149 Betroffene ließen sich das Angebot ausstellen, 72 nahmen es an. Von diesen 72 haben 64 alle Auflagen erfüllt, die Gebäude wurden dem Erdboden gleichgemacht. Insgesamt wurden dafür bisher 31 Millionen Euro ausbezahlt.

Zone ausgeweitet
In einer zweiten Phase wurde die Absiedelungszone erweitert: Für weitere 178 Wohn- und 274 Nebengebäude gäbe es theoretisch dasselbe Angebot – also 80…Prozent des Wertes der Häuser und der Abrisskosten. Doch bis auf Walding hat keine einzige Gemeinde die neue Schutzzone im Flächenwidmungsplan eingetragen, was für die Förderung Voraussetzung ist. Also bekommen nur die sieben Waldinger in der „gelben Zone“ ein Absiedelungsangebot, drei wollen bleiben.

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Gemeinden können sich noch für die Widmung der Schutzzone entscheiden, damit Absiedelungswillige eine Förderung bekommen. Die Vereinbarung mit dem Bund wurde bis ins Jahr 2030 verlängert.

Wolfgang Klinger, zuständiger FP-Landesrat

Dämme bauen alle
Den aktiven Schutzmaßnahmen – also Dämme oder andere Bauten – haben alle acht betroffenen Gemeinden zugestimmt. Welche der vorgesehenen Dämme umgesetzt werden, liegt ganz in der Hand der einzelnen Kommunen.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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Mittwoch, 27. Oktober 2021
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