30.10.2020 16:50 |

„Besorgniserregend“

Wien: Über 50% der Covid-Intensivbetten belegt

Als „besorgniserregend“ hat Markus Pederiva, der Sprecher des Wiener Gesundheitsverbunds, am Freitagnachmittag die anhaltend kontinuierlich steigenden Neuinfektionen mit dem Coronavirus bezeichnet, die sich auch in den Wiener Krankenhäusern zu Buche schlagen. Mehr als die Hälfte der derzeit für Covid-19-Erkrankte vorgesehenen Intensivbetten waren am Freitag belegt. Die Kapazitäten lassen sich zwar ausweiten, „aber die Neuinfektionen müssen ganz klar runter“, forderte Pederiva.

Derzeit stehen im Bereich des Gesundheitsverbundes in der Bundeshauptstadt 550 Betten für Covid-19-Fälle zur Verfügung, davon 150 auf Intensivstationen, die jederzeit belegt werden können. Von den 150 waren am Freitag allerdings schon 87 besetzt. Von den 400 Normalbetten waren 301 vergeben.

Der Versorgungsplan der Stadt Wien sieht vor, dass bei Bedarf maximal eine Verdoppelung dieser Kapazitäten möglich ist, und man sei auch schon im Begriff, diese zusätzlichen Kapazitäten zu schaffen, meinte Pederiva. „Aber halten die Steigerungen bei den Infektionszahlen ungebremst an, kriegen wir in einigen Bereichen ein Problem“, gab der Gesundheitsverbund-Sprecher zu bedenken. Elektive Operationen - Eingriffe, die nicht dringlich und aufschiebbar sind - müssten dann verschoben bzw. verlegt werden.

Unterdessen gaben die Rudolfinerhaus-Privatklinik sowie die Kliniken der PremiQaMed-Group in Wien - die Privatkliniken Confraternität, Döbling und Goldenes Kreuz - bekannt, den Wiener Gesundheitsverbund bei der Pandemie-Bewältigung zu unterstützen. Sie übernehmen ab sofort wieder dringende Operationen von Nicht-Covid-Patienten. Die Zusammenarbeit umfasst diesmal zusätzlich zu Operationen auch konservative Behandlungen, beispielsweise im Bereich der internen Medizin.

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Wir müssen Vorsorgemaßnahmen für steigende Infektionsfälle treffen und damit auch entsprechende Bettenkapazitäten vorsehen.

Gesundheitsstadtrat Peter Hacker

„Es ist unser Bestreben, den Operationsbetrieb in allen Kliniken des Wiener Gesundheitsverbunds so weit wie möglich aufrechtzuerhalten. Aber wir müssen Vorsorgemaßnahmen für steigende Infektionsfälle treffen und damit auch entsprechende Bettenkapazitäten vorsehen“, hielt Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) fest.

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