ÖBB will beruhigen

„Beim Fahrplan ist der Zug noch nicht abgefahren!“

Künftig 49 statt 28 Minuten müssen jene Pendler einplanen, die um 5.30 Uhr mit dem Zug von Wien nach St. Pölten fahren wollen. Wie berichtet, kicken die ÖBB mit der Umstellung im Dezember nämlich mehrere Railjet- und REX-Verbindungen aus dem Fahrplan. Im Gegenzug gibt es jetzt heftige Kritik an der Staatsbahn.

Bundesweit werden ab dem 13. Dezember 120 zusätzliche Züge angeboten – doch in Niederösterreich fühlen sich viele Pendler auf dem Abstellgleis, werden zu Randzeiten doch einige schnelle Garnituren aus dem Programm genommen. Vor allem die Westbahn-Strecke ist betroffen. „Im Mostviertel und der Region St. Pölten kommt es zu massiven Verschlechterungen“, sagt Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko. Der Politiker weiter: „Schlechtere Öffi-Verbindungen werden niemand zum Umstieg auf die Bahn bewegen. Und wer ein europäisches Nachtzugnetz aufbauen will, sollte auch den Heimatmarkt entsprechend bedienen können!“

Kritik kommt auch aus der Landeshauptstadt: „Der neue Fahrplan bringt durch gute Verhandlungen mit Bund und Land zwar auch Verbesserungen. Dort, wo die ÖBB aber alleine verantwortlich sind, nämlich im Fernverkehr, wird gespart“, moniert Vizebürgermeister Matthias Adl von der VP.

Die Bundesbahnen selbst reagieren knapp, lassen bei den Betroffenen aber Hoffnung zu: „Die Verhandlungen laufen noch, daher scheinen noch nicht alle Züge im neuen Fahrplan auf.“

Thomas H. Lauber, Kronen Zeitung

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