28.09.2020 09:24 |

Weltneuheit

Dank Grazer Technik mutiert die Uhr zur Geldbörse

Eine echte Weltneuheit aus der Murmetropole! Erstmals können Kunden auch mit einer klassischen Armbanduhr kontaktlos bezahlen. Möglich macht dies ein winziger, in Saphirglas implementierter Mikrochip - und das Know-how dafür liefert wieder einmal die High-Tech-Schmiede von Infineon in Graz.

Nur Bares ist Wahres - eine alte Weisheit, die in unserer digitalisierten Welt längst ihre Gültigkeit verloren hat. Selbst beim täglichen Lebensmittelkauf wird inzwischen statt zu Scheinen immer öfter zur Karte gegriffen - und das meist kontaktlos. So verfügen in Österreich bereits 9,9 Millionen der rund zehn Millionen ausgegebenen Bankomatkarten über einen Chip, der mit der so genannten NFC-Funktion („Near-Field-Communication“) ausgestattet ist. Und das dafür nötige Know-how kommt aus Graz. „Unser Standort ist quasi seit Anbeginn das weltweite Kompetenzzentrum für Kontaktlos-Technologien“, erklärt Stefan Rohringer, der Leiter des Infineon-Entwicklungszentrums in der steirischen Landeshauptstadt.

Kleiner Chip, große Wirkung
Nun haben die gut 560 Infineon-Mitarbeiter (inklusive der Studenten) in Graz einmal mehr ihre Sonderstellung im riesigen Konzern (weltweit knapp 50.000 Mitarbeiter) untermauert. Man hat einen wenige Quadratmillimeter kleinen Mikrochip entwickelt, den wiederum das Schweizer Unternehmen Winwatch nahezu unsichtbar in ein Saphirglas implementiert. „Dank diesem Glas kann man nun wirklich jede Uhr mit einer kontaktlosen Zahlungsfunktion ausstatten“, sagt Josef Haid, Projekt-Manager und Sicherheitsexperte bei Infineon. Der Grazer zerstreut auch alle Bedenken bezüglich etwaiger Risiken. „Das System funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie bei den Bankomatkarten.“

Verfahren ist absolut sicher
Der Chip weist also innerhalb von 200 Millisekunden die Echtheit des Zahlungsmittels über seine Signatur aus und erstellt ein Kryptogramm aus Kartendaten Zahlungsbetrag und -ort. Nach erfolgreicher Prüfung bestätigt die Bank die Zahlung schließlich an das Lesegerät. „So ist man gegen alle Angriffe von außen geschützt.“

Umzug steht bevor
Dieser Meilenstein ist bei Infineon in Graz aber aktuell nicht der einzige Grund zur Freude: In genau zwei Wochen ist die Standorterweiterung in der Murmetropole abgeschlossen - die neuen Räumlichkeiten an der Ecke Rebengasse/Metahofgasse bieten Raum für 290 zusätzliche Arbeitsplätze in Forschung und Entwicklung. 

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